Hamburg. Ausnahmesportler sollte im Dezember das Bundesverdienstkreuz bekommen – doch dann wurde der 42-Jährige krank. Jetzt wird das nachgeholt.

Eigentlich sollte der Extremsegler Boris Herrmann bereits am 21. Dezember vergangenen Jahres eine besondere Auszeichnung erhalten. Im Hamburger Rathaus wollte ihm Innen- und Sportsenator Andy Grote (SPD) das Bundesverdienstkreuz verleihen. Doch Herrmann erkrankte, die Ehrung musste spontan verschoben werden.

Nun steht ein neuer Termin fest. Am 14. März wird Herrmann jetzt die Auszeichnung im Rathaus erhalten. Sie ist die erste von acht verschiedenen Stufen des Verdienstordens. „Ich freue mich sehr über die Ehrung“, sagt Herrmann dem Abendblatt.

Boris Herrmann: Nach Erkrankung – neuer Termin für Ehrung von Boris Herrmann

Der 42-Jährige hatte mit seiner Premiere bei der Solo-Weltumsegelung Vendée Globe 2020/2021 größere Bekanntheit erlangt. Der mit seiner Familie in Hamburg lebende Segelprofi setzt sich mit seinem Team Malizia unter anderem für die Weltmeere und den Klimaschutz ein.

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In der Begründung für die Auszeichnung wird auf dieses Engagement hingewiesen. „Aber auch unser Bildungsprojekt gehört dazu, unsere Unterstützung der Wissenschaft oder unser Mangroven-Projekt“, so Herrmann. Natürlich empfange er die Auszeichnung auch für den sportlichen Aspekt und den Einsatz für den Sport in Hamburg. „Ich bin stolz, dass ich Hamburg meine Heimatstadt nennen darf und hier die Ehrung bekomme.“

Vendée Globe: Ende des Jahres startet Boris Herrmann beim Rennen um die Welt

Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes ist ein würdiger Start ins Jahr für den Extremsegler. 2024 wird besonders wichtig für Herrmann. Ende des Jahres steht die Vendée Globe an – das Rennen, auf das er insgesamt vier Jahre hinarbeitet. Vorher will er allerdings noch an zwei weiteren großen Einhand-Transatlantikrennen teilnehmen. Eine Regatta wird Ende April gestartet und geht über den Nordatlantik nach New York, die andere führt dann Ende April zurück nach Europa.

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Herrmann muss bei mindestens einem Rennen an den Start gehen, um sich endgültig für die Vendée Globe zu qualifizieren. „Ich möchte aber beide Rennen komplett segeln“, so Herrmann. Vom Sommer an gelte es dann, das Schiff für die Vendée Globe vorzubereiten. „Wir sind in der Planung jetzt schon bei etwa 95 Prozent, den Rest schaffen wir im kommenden Jahr auch noch.“