Wahlkreis Altona

Bundestagswahl: Marcus Weinberg soll wieder antreten

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Der CDU-Bundestagsabgeordnete Marcus Weinberg.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Marcus Weinberg.

Foto: Marcelo Hernandez

Der CDU-Politiker wurde vom Vorstand der CDU Altona/Elbvororte vorgeschlagen. Weinberg will den Wahlkreis gewinnen.

Hamburg-Altona. Der Vorstand der CDU Altona/Elbvororte hat den Bundestagsabgeordneten Marcus Weinberg zum Wahlkreiskandidaten für die Bundestagswahl vorgeschlagen. Weinberg, der dem Bundestag seit 2005 angehört, ist familien-, kinder-, jugend- und seniorenpolitischer Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion.

“Ich gehe hochmotiviert in den Wahlkampf um das Direktmandat. Im Verlauf der letzten Wahlen ist es uns gelungen die Differenz zur SPD von rund 18 Prozentpunkten auf knapp drei Prozentpunkte zu reduzieren”, sagte Weinberg. “Das Ziel ist klar: Bei dieser Bundestagswahl wollen wir den Wahlkreis gewinnen.”

Weinberg verzichtet auf eine Kandidatur auf der CDU-Landesliste

Ein Machtkampf innerhalb der CDU ist allerdings entschieden, bevor er ausgetragen wurde. Weinberg verzichtet ausdrücklich auf eine Kandidatur auf der Landesliste, über die er bislang stets in den Bundestag eingezogen war. “Die Hamburger CDU vollzieht seit einigen Monaten eine inhaltliche und personelle Neuaufstellung und eine Kandidatur meinerseits würde wahrscheinlich zu Auseinandersetzung führen, die ich der Partei ersparen will”, sagte Weinberg.

Der Spitzenkandidat der Bürgerschaftswahl am 23. Februar 2020 gilt als Vertreter des liberalen Flügels der Partei, während der neue CDU-Landesvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Christoph Ploß und Bürgerschaftsfraktionschef Dennis Thering den Landesverband eher konservativ ausrichten wollen.

Wahrscheinlich ist, dass Christoph Ploß auf Listenplatz eins antritt

Als wahrscheinlich gilt, dass Ploß auf Listenplatz eins antritt, und auf Platz zwei die Wandsbeker Hoffnungsträgerin und Vorsitzende der Frauen-Union, Franziska Hoppermann, kandidiert. Um den noch als sicher geltenden Platz drei dürften sich die Bundestagsabgeordneten Christoph de Vries und Rüdiger Kruse streiten.

Der Unterlegene dürfte sich um Platz vier bewerben. Weinberg wurden in dieser Auseinandersetzung wenig Chancen eingeräumt. “In meinem sechsten Bundestagswahlkampf werde ich ohne Netz und doppelten Boden um meinen Wahlkreis kämpfen”, sagte Weinberg. “Als Altonaer, der sein ganzen Leben in Altona gelebt und hier politisch gewirkt hat, habe ich die besondere tolerante, weltoffene und liberale Altonaer Haltung im Herzen und im politischen Denken”, sagte der Abgeordnete.

Der "Altonaer Kompass", die Präsenz im Wahlkreis und die positive Wahrnehmung in der Bundespolitik gäben ihm Rückenwind im Kampf um das Direktmandat. Für die Landesliste, voraussichtlich auf dem aussichtslosen Platz fünf, schlägt der Altonaer CDU-Vorstand die Bürgerschaftsabgeordnete Anke Frieling vor, Sprecherin der CDU-Fraktion für die Bereiche Stadtentwicklung und Wissenschaft.

( pum )

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