Altona

Umfrage zum Anwohnerparken in Ottensen startet

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Ein ganz normaler Verkehrstag in der Bahrenfelder Straße in Ottensen. Auf der Suche nach einem Parkplatz müssen Anwohner viel Geduld aufbringen (Archivbild).

Ein ganz normaler Verkehrstag in der Bahrenfelder Straße in Ottensen. Auf der Suche nach einem Parkplatz müssen Anwohner viel Geduld aufbringen (Archivbild).

Foto: Markus Scholz / dpa

Landesbetrieb Verkehr hat Parkraumkonzept mit vier Zonen erarbeitet. Vorteile für Besucher. Profitieren sollen vor allem Anwohner.

Hamburg. Autos gibt es in Ottensen reichlich, Parkplätze weniger. Auf den Pkw angewiesene Anwohner fahren beinahe täglich mehrfach durchs Viertel auf der Suche freien Plätzen. Die sind selten, da Auswärtige gern mit dem Auto zum Shoppen, zum Essen in eines der vielen Restaurants oder zum Feiern in das beliebte Quartier fahren.

Der Landesbetrieb Verkehr (LBV) hat nun auch ein sogenanntes Parkraumbewirtschaftungskonzept für Ottensen erarbeitet, das vier Bewohnerparkzonen zwischen Hohenzollernring, Elbchaussee, Max-Brauer-Allee und Thomasstraße vorsieht.

Dafür hat der LBV die Parkraumbelastung in den betreffenden Gebieten untersucht. Zusätzlich startet am 7. August eine Online-Umfrage für alle Bewohnerinnen und Bewohner Ottensens.

Anwohnerparken in Ottensen: 25.000 Personen werden befragt

Vom 7. August bis zum 23. August werden demnach alle volljährigen Bewohnerinnen und Bewohner – das sind circa 25.000 Personen – aus dem vorgesehenen Parkgebiet angeschrieben. Diese können sich dann an der Online-Umfrage des LBV beteiligen. Alternativ ist auch eine schriftliche Teilnahme an der Umfrage möglich.

Umfrageformulare gibt es im Rathaus Altona, Platz der Republik 1. Sollten die Pläne des LBV eine deutliche Zustimmung unter den Bewohnerinnen und Bewohnern erhalten, ist die Realisierung des Bewohnerparkgebiets bereits im ersten Quartal 2021 möglich.

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Der LBV hat die Parksituation vor Ort untersucht und festgestellt: Sehr viele Parkstände in diversen Straßen zu verschiedenen Uhrzeiten sind mit mehr als 85 Prozent voll ausgelastet waren. Als Beispielstraßen werden die Große Brunnenstraße und die Susettestraße genannt. Die Kennzeichenerhebung habe den Parkraummangel bestätigt: Gerade vormittags und nachmittags stehen auf circa 30 Prozent belegten Parkstände Fahrzeuge von Pendlern oder anderen nicht direkt ansässigen Pkw-Nutzern.

Beim Bewohnerparken haben Bewohnerinnen und Bewohner der betreffenden Gebiete die Möglichkeit, online oder vor Ort beim LBV einen Bewohnerparkausweis für eine Jahresgebühr zu beantragen (25 Euro online, 30 Euro vor Ort beim LBV). Alle anderen Autofahrer müssen in der Regel eine Parkgebühr zahlen. Die aktuelle Parkgebühr beträgt 2 Euro je Stunde bei einer Höchstparkdauer von drei Stunden.

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Über Parkgebühr und Parkdauer sollen Kurzzeitparker wie Restaurantbesucher leichter zeitbegrenzt einen Parkplatz erhalten. Insbesondere aber erhalten Anwohner über die Bewohnerparkausweise wahrscheinlicher einen Parkplatz in ihrem Wohnquartier.

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Anwohnerparkzonen gibt es bereits in mehreren Stadtteilen Hamburgs, darunter Sternschanze, Karolinenviertel, Rotherbaum und Grindelviertel. Geplant sind Anwohnerparkzonen auch in Altona-Altstadt und Altona-Nord.

( ced )

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