Ottensen

Streit um autoarme Zone: CDU weist Vorwürfe zurück

Die autofreie Zone in Ottensen war gerichtlich beendet worden - wie es weitergeht, darüber wird gestritten.

Die autofreie Zone in Ottensen war gerichtlich beendet worden - wie es weitergeht, darüber wird gestritten.

Foto: Roland Magunia / Roland Magunia/Funke Foto Services

Die Bürgerinitiative "Ottensen bewegt" hatte CDU und Grünen vorgeworfen, über den Kopf der Betroffenen hinweg entschieden zu haben.

Hamburg. Haben Grüne und CDU in Altona ohne ausreichende Bürgerbeteiligung eine autoarme Zone in Ottensen beschlossen? Aus Sicht der Initiative „Ottensen bewegt“, in der sich Kritiker des Verkehrsversuchs organisiert haben, hat die grün-schwarze Mehrheit in der Bezirksversammlung Altona die Interessen der Anwohner und Gewerbetreibenden viel zu wenig berücksichtigt.

Tim Schmuckall, stellvertretender Fraktionschef und Verkehrsexperte der CDU, weist diese Kritik gegenüber dem Abendblatt zurück: „Der Vorwurf, wir hätten Anwohner und Gewerbetreibende mit unserem Beschluss vor vollendete Tatsachen gestellt, trifft nicht zu. Im Gegenteil, es gab Gesprächsangebote im Vorfeld der Bezirksversammlung, die leider ausgeschlagen wurden. Ich habe der Initiative 'Ottensen bewegt' aus diesem Grund auch vorab unseren Antrag gemailt.“

Kommt der Runde Tisch zur autoarmen Zone in Ottensen?

Spannend wird nun, ob und wie der geplante Runde Tisch noch zustande kommt. Bezirksamtschefin Stefanie von Berg (Grüne) hat in den vergangenen Wochen mehrfach erklärt, sie wolle in den Entscheidungsprozess um die geplante Umgestaltung des Kerns von Ottensen auch die Kritiker mitnehmen.

„Ottensen bewegt“ hat sich skeptisch geäußert, da einseitig Fakten geschaffen worden seien: „Was soll auf dem angekündigten Runden Tisch eigentlich noch besprochen werden?“ Tim Schmuckall sagt: „Selbstverständlich besteht unser Gesprächsangebot weiterhin.“

( pw )

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