Fahrradstadt Hamburg

Altonas Grüne wollen Routen des Radwegenetzes ändern

Die Veloroute 1 soll von der Schanze bis nach Rissen und zum Osdorfer Born führen. „Radfahren in Altona soll mehr Spaß machen", sagt Holger Sülberg, Bezirksamgeordneter der Grünen

Die Veloroute 1 soll von der Schanze bis nach Rissen und zum Osdorfer Born führen. „Radfahren in Altona soll mehr Spaß machen", sagt Holger Sülberg, Bezirksamgeordneter der Grünen

Foto: Britta Pedersen / dpa

Mit dem Ausbau von 14 Velorouten soll Hamburg zu einer Metropole der Fahrradfahrer werden. Noch gibt es Klärungsbedarf.

Hamburg.  Hamburg soll Fahrradstadt werden. Die Verbesserung des Radwegenetzes der Hansestadt war einer der Erfolge der Grünen während der Koalitionsverhandlungen mit der SPD. Seitdem werden Radwege saniert, Velorouten geplant. Seit Oktober vergangenen Jahres hat die Stadt mit Kirsten Pfaue sogar eine der Wirtschaftsbehörde zugeordnete Radverkehrskoordinatorin. Der Vertrag für die Fahrradstadt Hamburg zwischen Stadt und Bezirken wird in wenigen Wochen fertiggestellt. Doch bis das Netz der geplanten 14 Velorouten tatsächlich zur Verfügung steht, warten auf alle Beteiligten noch zahlreiche Abstimmungsprozesse.

So ist nicht nur der konkrete Verlauf der einzelne Routen noch nicht auf allen Strecken vollständig geplant, sondern auch über die Trassen, die die einzelne Routen verbinden sollen, wird noch diskutiert.

Interessen aller sollen berücksichtigt werden

Die Altonaer Grünen bringen nun für den Verlauf und die Verbindung der Veloroute 1 mit anderen Strecken neue Ideen ins Spiel. So soll nicht mehr die Schanzenstraße die Routen 1 und 13 verbinden, sondern das dann noch zu asphaltierende Schulterblatt. Für die Verbindung zu der am Hafen entlang führenden Veloroute 12 solle das Netz erweitert werden. Im Verlauf soll der S-Bahnhof Othmarschen an die Route angeschlossen werden. Auch eine unterschiedliche Streckenführung der Wege stadtein- beziehungsweise stadtauswärts könne in Erwägung gezogen werden.

Geplante Velorouten zum Großklicken

Ziel ist nicht nur die Schaffung schneller und sicherer Verbindung für Fahrradfahrer selbst, sondern, so Holger Sülberg, Bezirksabgeordneter der Grünen in Altona, auch die Interessenabstimmung verschiedener Verkehrsteilnehmer und Anwohner. So müssten in der Schanzenstraße beispielsweise zahlreiche Bäume gefällt und Parkplätze abgebaut werden, um diese als Verbindung der Velorouten umzubauen. Und auch die Koordination von Fußgängern und Außengastronomie mit Auto- und Radfahrern könnte dann zu einer Herausforderung werden.

„Radfahren in Altona soll mehr Spaß machen. Auf den Velorouten müssen unnötige Hindernisse, Umwegfahrten und holprige Fahrbahnen zum Fremdwort werden. Wir haben in Altona jetzt die Chance, in wenigen Jahren Routen mit hoher Qualität bei Komfort und Sicherheit zu erhalten. Mit einem neuen Trassenverlauf wird der erfolgreiche Ausbau beschleunigt“, so Sülberg.