Blankenese

Kinderpornografie: 41-jähriger Hamburger verurteilt

Der Angeklagte bei der Verhandlung wegen des Besitzes kinderpornografischen Materials am Amtsgericht Blankenese

Der Angeklagte bei der Verhandlung wegen des Besitzes kinderpornografischen Materials am Amtsgericht Blankenese

Foto: TV NewsKontor

Mehr als 500 Bilder und Videos wurden auf dem Computer des Mannes gefunden. Er räumt die Taten ein und gibt an, sie zu bereuen.

Hamburg. Es waren widerwärtige Bilder und Videos, die sich Andreas S. auf den Computer geladen hatte. Bilder und Videos, die den dutzendfachen schweren sexuellen Missbrauch von Kindern zeigten. 508 solcher Dateien fanden die Ermittler bei der Durchsuchung der Wohnung von Andreas S. am 11. März 2014. Die Strafe dafür erhielt der 41-Jährige am Dienstag: Das Amtsgericht Blankenese verurteilte den 41-Jährigen wegen des Besitzes kinderpornografischer Schriften zu einer Geldstrafe von 12.000 Euro (100 Tagessätze á 120 Euro).

Bei den meisten Kindern handelt es sich um Jungen im Alter zwischen drei und 13 Jahren

Offenbar erregte sich der Angeklagte vor allem an Folterszenen. Auf den Dateien, die mit Namen wie „punish_Kid“ gekennzeichnet waren, waren laut Staatsanwaltschaft überwiegend „unbekleidete, gefesselte und/oder geknebelte männliche Kinder zu sehen, die von unbekannten Personen zur sexuellen Erregung mit Rohrstöcken, Peitschen und sonstigen Gegenständen auf Gesäß und Geschlechtsteilen geschlagen werden.“ Bei den meisten Kindern handelt es sich um Jungen im Alter zwischen drei und 13 Jahren.

Der Luftfahrtingenieur räumte am Dienstag die Taten ein. Bei der Verlesung der Anklageschrift hätte sich ihm „sein Magen umgedreht“, erklärte er. Er habe nach der Wohnungsdurchsuchung eine Sexualtherapie begonnen und bereue die Taten nun zutiefst. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Geldstrafe von 14.400 Euro (120 Tagessätze á 120 Euro) gefordert.