Hamburg

Dachstuhlbrand auf St. Pauli sorgt für Großeinsatz

Im Dachgeschoss eines fünfstöckigen Wohngebäudes an der Ecke Thadenstraße/Schmidt-Rudloff-Weg ist am Donnerstag aus ungeklärter Ursache ein Brand ausgebrochen

Im Dachgeschoss eines fünfstöckigen Wohngebäudes an der Ecke Thadenstraße/Schmidt-Rudloff-Weg ist am Donnerstag aus ungeklärter Ursache ein Brand ausgebrochen

Foto: Daniel Schäfer

Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers geriet eine Zwischendecke zwischen viertem und fünftem Stock in Brand.

Hamburg. Großalarm für die Feuerwehr auf St. Pauli: Im Dachgeschoss eines fünfstöckigen Wohngebäudes an der Ecke Thadenstraße/Schmidt-Rottluff-Weg ist am Donnerstag aus ungeklärter Ursache ein Brand ausgebrochen. Die Feuerwehr war mit 110 Einsatzkräften im Einsatz, die Löscharbeiten dauerten bis zum Abend an. Wegen starker Rauchentwicklung wurden Anwohner in St. Pauli, Altona und Bahrenfeld aufgefordert, die Fenster geschlossen zu halten.

Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers geriet gegen 9.30 Uhr eine Zwischendecke zwischen viertem und fünftem Stock in Brand. In der Folge schlugen Flammen aus dem Dachgeschoss, dichte Rauchschwaden füllten die Kreuzung. Die Feuerwehr rückte sofort mit einem Großaufgebot und drei Drehleitern an. Mehrere Beamte mit Atemschutzmasken und Äxten näherten sich dem Brandherd über das Dach. Dabei entdeckten sie auch Feuer in dem darunterliegenden Stockwerk. Das Mehrfamilienhaus wird zur Zeit saniert und ist eingerüstet. Die Anwohner verließen das Haus frühzeitig.

Bis zum Nachmittag konnte das Feuer zunächst eingedämmt und ein Übergreifen auf andere Wohnhäuser in der eng bebauten Thadenstraße verhindert werden. Auch aus Finkenwerder rückten weitere Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr an. Die Warnung an Anwohner, sich nicht dem Rauch auszusetzen, konnte gegen 16 Uhr aufgehoben werden. Im Anschluss wurden die verbliebenen Glutherde im Gebäude gelöscht. Feuerwehrleute, die bereits seit dem Morgen am Brandort im Einsatz waren, wurden von einer zweiten Schicht abgelöst.

Die Polizei nahm vor Ort die Ermittlungen zur Brandursache auf. Gegen die Bauarbeiter auf der Sanierungsbaustelle besteht der Anfangsverdacht der fahrlässigen Brandstiftung, sagte ein Sprecher. Eine Nachbarin berichtete, Handwerker hätten in den vergangen Tagen den Schweißbrenner unbeobachtet stehen gelassen – mit offener Flamme. “Das wollte ich schon der Polizei melden”, sagt sie. Eine andere Brandursache kann laut Polizei jedoch nicht ausgeschlossen werden.