Verkehr

Staus und Bauarbeiten führen zu Chaos in Hamburgs Westen

Der Verkehr aus Richtung Altona in die Innenstadt kam fast völlig zum Erliegen. Außerdem staute es sich vor dem Elbtunnel in beide Richtungen kilometerlang.

Hamburg. Das schlechte Wetter, Straßensperrungen aufgrund der Aufräumarbeiten im Zuge des Hafengeburtstags, die neue Baustelle an der Großen Elbstraße: Der Verkehr aus Richtung Altona in die Innenstadt kam am Montagmorgen fast völlig zum Erliegen. Ab Rathaus Altona über die Königstraße, Reeperbahn und Willy-Brandt-Straße schob sich Stoßstange an Stoßstange.

Dazu stehen durch die Bauarbeiten am Elbtunnel seit Sonnabend in jede Richtung nur zwei Fahrstreifen zur Verfügung. Durch den Berufsverkehr kam es am Montag zu kilometerlangen Staus: Noch um 9 Uhr standen die Fahrzeuge 16 Kilometer ab Quickborn in südlicher Richtung, in nördlicher Richtung 14 Kilometer ab Fleestedt.

Die Sperrungen sind bis zum 4. Juni geplant – vor dem Pfingstwochenende sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Über die Feiertage werden dann wieder alle vier Röhren geöffnet. Der Abschluss der dritten und letzten Bauphase ist rechtzeitig zu Beginn der Sommerferien geplant.

Seit März werden im Elbtunnel die Straßen ausgebessert. Die Fahrbahn der vierten Röhre muss zudem komplett erneuert werden. Die Umbaukosten von etwa 3,8 Millionen Euro trägt der Bund.

Doch das ist noch nicht alles: Die Rader Hochbrücke bei Rendsburg ist für Autofahrer, die auf der Autobahn A7 aus Norden kommen und Richtung Hamburg fahren, diese Woche ein weiteres Nadelöhr. „Wegen Asphaltierungsarbeiten ist seit Montagvormittag eine der beiden Fahrspuren Richtung Süden gesperrt“, sagte ein Mitarbeiter des Landesbetriebs Straßenbau in Rendsburg. Autofahrer müssten mit Staus rechnen. Die Bauarbeiten sollen bis Sonntag (18. Mai) einschließlich dauern.

CDU-Fraktion fordert Erhalt der Beleuchtung auf der A7

Um die Sicherheit auf der viel befahrenen A7 zu gewährleisten, setzt sich die CDU-Bürgerschaftsfraktion dafür ein, dass die Beleuchtungsanlagen erhalten bleiben. Von den Planungen des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), nach denen Autobahnbeleuchtungen, abgesehen von Tunnelbauwerken, in Deutschland generell abgeschafft werden sollen, halten die Christdemokraten nichts.

Solche Beleuchtungen befinden sich in der Hansestadt insbesondere entlang der A7, aber auch entlang der meisten anderen Autobahnen im Stadtgebiet. Die CDU-Fraktion befürchtet, dass im Rahmen der weitreichenden Ausbauarbeiten entlang der A7 die dort vorhandene Beleuchtung abgebaut werden könnte. „Die Beleuchtung auf den Stadtautobahnen dient der Sicherheit und fördert die Aufmerksamkeit der Autofahrer“, sagte der CDU-Verkehrsexperte Klaus-Peter Hesse. „Wir erwarten vom Senat, dass er sich beim Bund dafür einsetzt, dass sie in Hamburg erhalten werden.“ Bei den anstehenden Baumaßnahmen auf der A7 müsse ein Fortbestand der Beleuchtung sichergestellt werden.