Kindernachrichten

Auch Bäume müssen in die Schule

Der Kreis Pinneberg ist bekannt für seine vielen Baumschulen. Er ist eines der größten Baumschulgebiete der Welt. In Schleswig-Holstein werden auf einer Fläche von 4.100 Hektar Bäume und Gehölze angebaut, davon liegen etwa 3.500 Hektar in und um Pinneberg. Zum Vergleich: Ein Fußballfeld ist maximal ein Hektar groß.

Eine Baumschule ist eine Anbaufläche, auf der Bäume, Sträucher und Rosen für den Verkauf angepflanzt werden. Bis die ausgesäten Pflanzen ihre gewünschte Größe erreichen, dauert es meist mehrere Jahre. Während dieser Wachstumszeit werden sie mehrfach umgepflanzt, damit sie am besten wachsen können. Dann werden die Bäumchen beispielsweise an Gartencenter, Weihnachtsbaumverkäufer oder Obstbauern weiter verkauft. Bereits im Mittelalter bauten die Menschen Bäume auf eingegrenzten Flächen an, damals noch als Feuerholz. Vor ungefähr 250 Jahren begannen die Hamburger Bürger Gehölze aus fernen Ländern für ihre Parks mitzubringen. Damals war ein Garten umso schöner, je mehr ausländische Bäume er enthielt.

1795 gründete der Hamburger Kaufmann Casper Voght die erste Baumschule im Kreis Pinneberg. Sein Baumgärtner James Booth aus Schottland bildete weitere Leute in diesem Beruf aus. Diese siedelten später mit ihren eigenen Baumschulen ebenfalls im Kreis Pinneberg an, weil hier Klima und Boden gut geeignet sind. Heute gibt es im Kreisgebiet 290 Baumschulbetriebe, die etwa 3000 Mitarbeiter beschäftigen.