Reeperbahn

Kiez-Grill Lucullus leuchtet wieder – jetzt umweltfreundlich

Lucullus-Inhaber Helmut Schultze und Schwester Carolin Schultze stolz vor der neuen Leuchtreklame ihres Kiez-Grills an der Reeperbahn.

Lucullus-Inhaber Helmut Schultze und Schwester Carolin Schultze stolz vor der neuen Leuchtreklame ihres Kiez-Grills an der Reeperbahn.

Foto: Marcelo Hernandez / Funke Foto Services

Gäste hatten befürchtet, dass der Kult-Imbiss schließt. Nun strahlt die Bude vor der Davidwache wieder – dank eines gefragten Experten.

Hamburg. Es blinkt und leuchtet wieder auf dem Lucullus-Imbiss: Sah es in den letzten Wochen etwas trister als gewöhnlich auf dem Platz vor der Davidwache aus, lag es vermutlich an der fehlenden Lichterfront des Kiez-Grills. Seit Dienstagabend strahlt das Lucullus mit renovierter Front – farbenfreudiger und umweltfreundlicher denn je.

Für die Renovierung der Leuchtschrift war unter anderem das Unternehmen von Klaus Kairies verantwortlich. Die Glühlampen in der Leuchtschrift des Imbisses ersetzte Kairies Elektrotechnik mit LED-Leuchten. "18.500 LEDs haben wir verbaut. Jede LED kann 65.000 verschiedene Farben abbilden", sagt Sohn Luca Kairies, der seit 2018 im Unternehmen seines Vaters angestellt ist.

Lucullus' LED-Lichterfront leuchtet in Regenbogenfarben

Doch Familie Kairies verbaute nicht nur ihre unternehmenseigenen LED-Leuchten, die Klaus Kairies vor ungefähr zwölf Jahren erfunden hat, es ist auch für die Steuerung der Lichter zuständig. Sohn Luca hat dem Inhaber des Lucullus, Helmuth Schultze, verschiedene Programme geschrieben. Diese liefen etwa zwei bis drei Minuten und zeigten verschiedene Farbmuster.

Auf eine bestimmte Farbe hätten sie sich nicht festgelegt. Das Lucullus leuchte weiterhin bunt, auch mal in Regenbogenfarben und umweltfreundlich. Denn die neu eingebauten LED-Lichter seien deutlich stromsparender, so Luca Kairies.

Kairies Elektrotechnik beleuchtet weltweit Riesenräder

Vier bis fünf Wochen haben Vater und Sohn in ihrem Unternehmen in Neumünster an der Leuchtschrift gearbeitet, doch auch Inhaber Schultze habe in Hamburg selbst verkabelt. Für Kairies war es nicht der erste Auftrag der Imbissbude. Vor 25 Jahren sei der Laden das erste Mal von ihrem Unternehmen beleuchtet worden.

Dass das Design an einen Jahrmarkt erinnert, ist kein Zufall. Denn das Unternehmen aus Neumünster ist laut dem 26-jährigen Luca Kairies für die Beleuchtung von Gerätschaften in der ganzen Welt verantwortlich. So beleuchte es unter anderem Riesenräder in den USA, Australien und Dubai.

Lichterfront soll Touristen und Stammkunden erfreuen

Im Januar war die Lichterfront abmontiert worden. Stammkunden hatten bereits befürchtet, dass das Lucullus schließt. Die Sorge konnte Carolin Schultze, Schwester des Eigentümers Helmuth Schultze, ihren Kunden nehmen. Laut Carolin Schultze sei der Winter die beste Jahreszeit zum Renovieren gewesen, denn im Sommer kämen die Touristen. Die zählten neben St.-Paulianern zu den Hauptkunden an der Imbissbude.

Ob Tourist, St. Paulianer oder hungriger Hamburger – ab Dienstagabend kann wieder jeder seine Currywurst unter buntem Lichtermeer genießen.

Öffnungszeiten: täglich 13-5 Uhr, Fr/Sa bis 6 Uhr; ab Mitte März wieder täglich ab 11 Uhr