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275 Jahre St. Trinitatis in Altona feiern

Lesedauer: 2 Minuten
Edgar S. Hasse
Bach für alle: Das Publikum wird zum Chor, wenn das Weihnachtsoratorium erklingt.

Bach für alle: Das Publikum wird zum Chor, wenn das Weihnachtsoratorium erklingt.

Foto: Reto Klar

Die Kirche St. Trinitatis in der Altonaer Altstadt ist ein barockes Kleinod und bewahrt ein europaweit einzigartiges Eichenkreuz aus dem Mittelalter: Es zeigt einen lächelnden Christus. An diesem Wochenende feiert die 1743 vollendete Altonaer Hauptkirche ihr 275. Jubiläum mit viel Musik, einem Festgottesdienst und einem ungewöhnlichen Konzert mit Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium.

Als Höhepunkt führen am Sonntag, 17 Uhr, die Sinfonietta Lübeck und ­Solisten unter der Leitung von Kantor Hanno Schiefner die Kantaten 1, 3 und 6 auf. Das Mitsingen des Publikums bei ausgewählten Passagen ist bei diesem „Singalong“ ausdrücklich erwünscht (Eintritt: 15 Euro).

Neben der weltbekannten Weihnachtsmusik stehen auf dem dreitägigen Jubliläumsprogramm auch Kirchenführungen und Turmbesteigung (Sonnabend, 10-12 Uhr), ein Posaunenkonzert (Sonnabend, 17 Uhr) und der Festempfang (Sonntag, 11.30 Uhr). Weitere Highlights sind die Musikalische Vesper (Freitag, 19 Uhr) sowie am Sonnabend ein Bachkonzert der Altonaer Kantorei (16 Uhr) und Orgelimprovisationen mit Livemalerei (18 Uhr), gefolgt vom Abendliedersingen (19 Uhr). Beim Festgottesdienst am Sonntag, 10 Uhr, wird Hamburgs und ­Lübecks Bischöfin Kirsten Fehrs die Predigt halten. Liturgen sind Pastor Torsten Morche und Propst Frie Bräsen. Nach Angaben der Kirchen­gemeinde wird es zudem eine Foto-Ausstellung von Michael Borkowski ­geben. Der Altona-Kenner verfügt über ein umfangreiches Archiv von Bildern, Zeichnungen, Fotografien über Kirche und Stadtbezirk. Dokumentiert wird auch die Zerstörung der Kirche durch anglo-amerikanische Bomber während des „Feuersturms“ im Jahr 1943. Diese Ausstellung wurde bereits im Sommer im Untergeschoss des Einkaufszentrums Mercado gezeigt. Sie fand große öffentliche Aufmerksamkeit.

St. Trinitatis wurde bis 1969 wieder aufgebaut und war vor dem Krieg eng in die städtischen Gebäudestrukturen eingebunden. Erst seit den verheerenden Folgen der Bombardierung, die bis auf den Turmsockel fast alles vernichtete, prägt die Hauptkirche St. Trinitatis („Dreifaltigkeit“) bis heute als relativ isoliert stehender Bau das Bild Altonas.

275 Jahre St. Trinitatis 30.11. bis 2.12., Fr 19 Uhr, Sa/So je 10 bis 20 Uhr, Hauptkirche St. Trinitatis (Bus 112), Kirchenstraße 40, Eintritt frei, Konzert So 17 Uhr, Karten 15 Euro