Konzert-Tipp

Hamburger Schauspieler Burghart Klaußner singt Neuigkeiten

Schauspieler, Thomas-Mann-Stipendiat, Hörbuchsprecher, Romanautor und jetzt auch noch Kinofilmregisseur? Burghart Klaußner.

Schauspieler, Thomas-Mann-Stipendiat, Hörbuchsprecher, Romanautor und jetzt auch noch Kinofilmregisseur? Burghart Klaußner.

Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress

Es gibt kürzere Konzertmotti als „Zum Klaußner! Die musikalische Reisegaststätte der bedenkenlosen Art“. Andererseits ist das durchaus ein origineller Titel, der auf die Berliner Gaststätte der Eltern von Burkhart Klaußner zurückgeht.

Jetzt singt er auch noch? Von wegen! „Musik ist vielleicht die Hauptsache. Eigentlich möchte ich alles andere lassen und nur noch Musik machen“, hat der Hamburger Schauspieler, Regisseur, und Hörbuchsprecher gesagt. Das musikalische Spektrum seines Konzerts soll „vom Smoking bis zur Narrenkappe“ reichen. Dahinter verbergen sich unter anderem Songs von Peter Igelhoff, Cole Porter, Tom Waits, Karl Valentin und Charles Trenet. Es gehe in den Songs um Neuigkeiten aus Hamburg und der Welt. „Die Mischung wird immer wilder und vergnüglicher“, sagt er über das Programm.

Was das mit dem Etablissement seiner Eltern zu tun hat? „Die ehemalige Gaststätte wird zur Bühne, die Gäste werden zu Reisenden, die Speisekarte zu Musik“, heißt es in einer Ankündigung.

Für Burghart Klaußner geht ein ereignisreiches Jahr zuende. Man konnte ihn im Kinofilm „Das schweigende Klassenzimmer“ von Lars Kraume als strengen DDR-Volksbildungsminister sehen, der die Solidarität eines Klassenverbandes aufbrechen will.

Im zarten Alter von 69 Jahren debütierte er außerdem mit „Vor dem Anfang“ als Autor. Sein Roman spielt an einem einzigen Tag 1945 in Berlin und erzählt von zwei Männern, die sie Stadt kurz vor Kriegsende per Fahrrad durchqueren.

Und dann war er auch noch der erste Stipendiat der neu eingerichteten Thomas-Mann-Villa in Kalifornien. Das kam ihm entgegen, weil er schon lange ein besonderes Faible für die amerikanische Kultur hatte. Die USA, hat er in einem Interview erzählt, seien „gut für ungewöhnliche Persönlichkeitsentfaltung“.

Im Februar wird er in Heinrich Breloers Brecht-Biografie in der Titelrolle zu sehen sein. Und wenn alles klappt, wird er 2019 zum ersten Mal einen Kinofilm inszenieren. Die Konzerte werden für eine CD- und eine TV-Produktion aufgezeichnet.

„Zum Klaußner! Die musikalische Reisegaststätte der bedenkenlosen Art“ Mo/Di 26./27.11., jeweils 20 Uhr, Polittbüro (U/S Hbf.), Steindamm 45, Karten 20 Euro