Konzert-Tipp

Gospelsongs erklingen in der St.-Gertrud-Kirche

Der Jeremy Winston Chorale in Aktion. Die Frauen und Männer singen auch Klassik und Spirituals

Der Jeremy Winston Chorale in Aktion. Die Frauen und Männer singen auch Klassik und Spirituals

Foto: Wolfgang Scheu

Ob US-Präsident Domald Trump Gospel-Musik mag, ist bisher nicht bekannt. Dass sein Vorgänger sie ausgesprochen schätzt, weiß man sehr wohl. Und was Barack und Michelle Obama gefallen hat, kann für die Uhlenhorst und Hohenfelde ja eigentlich nicht schlecht sein. Heute gastiert dort in der Kirche St. Gertrud der US-amerikanische Chor Jeremy Winston Chorale, der auch schon mehrfach im Weißen Haus in Washington aufgetreten ist.

Sechs Grammy-Nominierungen, eine Gold- und seiner Silbermedaille bei den Chorweltmeisterschaften in Cincinnati, Ohio, können sich die Sänger, die aus allen Teilen und Bevölkerungsschichten der Vereinigten Staaten stammen, ans Revers heften. 2015 und 2016 waren die Sänger in Prag bei der Tschechischen Nationalsymphonie zu Gast. Nach Hamburg kommt der Chor bereits zum dritten Mal. Im vergangenen Jahr war die Kirche ausverkauft, es gab Standing Ovations und Zugaben. Außerdem drehten die Amerikaner ein Video über eine Flashmob-Aktion in der Europapassage, bei der sie dort „Oh Happy Day“ sangen. Sie wurde bereits mehr als 2 Millionen Mal angeklickt.

Die Hansestadt ist eine von sieben Stationen der Musiker in Deutschland. Der Auftritt ist ein Benefiz-Konzert. Ein Teil des Erlöses geht an die gemeinnützige Organisation Christrose, die sich für religionsunabhängiges soziales Miteinander einsetzt, ein anderer in die ehrenamtliche Arbeit der Kirchengemeinde St. Gertrud.

23 Solisten stehen beim Konzert auf der Bühne. Das Repertoire des Chors reicht von klassischer Musik über bekannte Gospel-Songs bis hin zu Spirituals. Auf der Setlist stehen unter anderem Titel wie „Ave Maria“, Amazing Grace“ oder „Happy Day“. Geleitet wird der Chor von Professor Jeremy Winston, der ihn 2012 auch gegründet hat und der an der Central State University in Ohio unterrichtet.

Die im Jahr 1885 eingeweihte St. Gertrud, die nahe am geografischen Mittelpunkt Hamburgs erbaut worden ist, wird aufgrund ihrer akustischen Verhältnisse von Musikern besonders geschätzt. Sie trägt den Beinamen „Klangkirche“ und ist häufiger Schauplatz von Konzerten.

Jeremy Winston Chorale Di 31.7., 19.30 Uhr, St. Gertrud, Immenhof 10, Karten 30,55 Euro