Satire

Männer sind komisch

Im Tivoli spielen Bader & Luding, im Lustspielhaus Kabarettist Frank Lüdecke, auf St. Pauli Horst Schroth

Satire. Was macht man(n) bloß am Montagabend? Frauen besorgen ja meistens die Theaterkarten. Für sie und den Anhang gibt es heute gleich mehrere Chancen, sich zu amüsieren und die grauen Zellen zu aktivieren.

Beispiel Frank Lüdecke. Der Berliner ist einer der wortwitzigsten Satiriker im Land. Wenn der Träger des Deutschen Kabarettpreises und Deutschen Kleinkunstpreises beim Kabarett-Fest im Lustspielhaus (20 Uhr, Ludolfstr. 53, Karten ab 23,50/erm. 13,50 Euro) erklärt, was es heißt, „Über die Verhältnisse“ zu leben, verspricht das eine aktuelle und pointierte Analyse von Politik und Gesellschaft, auch in Sachen Digitalisierung: Die mache aus Familien WhatsApp-Gruppen. Und die seien ja gut dafür, zeitsparend eine Meinung zu vertreten, ohne sich jemals eine gebildet zu haben, meint Lüdecke.

Mit der Damenwelt hat es Horst Schroth. Der zweimalige Kleinkunstpreisträger aus Ahrensburg, seit seinem Erfolg „Herrenabend“ Ende der 90er-Jahre eine Art Beziehungsspezialist, pflegt den Ruf: „Wenn Frauen immer weiter fragen“ spielt Schroth heute und am 16.4. im St. Pauli Theater (je 19.30 Uhr, Spielbudenplatz 30). Titel und Form fußen auf der Show „Wenn Frauen fragen“ von 2008. Das neue Programm habe sich „aus einem Konglomerat von E-Mails und Gesprächen mit Zuschauerinnen nach den Vorstellungen ergeben“, hat Schroth lächelnd erzählt. Kommunikation – gewusst wie.

Kristian Bader und Martin Luding versuchen diese in ihrem „Männerabend“ untereinander. Das Thema des theatralen Comedy-Duo-Programms der ­„Caveman“-Darsteller (in Hamburg und Stuttgart) ist die Frau, das unbekannte wundersame Wesen. Im Tivoli (20 Uhr, Spielbudenplatz 28, Karten ab 17.80 Euro) gibt Bader den von seiner Gattin verlassenen Tom, Luding alle Nebenfiguren, von dessen Vater bis Fitnesstrainer. Ein Abend von intelligentem Witz bis hin zu Klamauk – mithin nicht bloß für Frauen.