Konzert-Tipp

Ein starker Konzert-Freitag mit Jan Plewka, Miu und Co.

Die Hamburger Soulsängerin Nina Graf alias Miu veröffentliche im August 2017 ihr zweites Album „Leaf“. An diesem Freitag spielt sie im Knust

Foto: Heart Beat & Soul

Die Hamburger Soulsängerin Nina Graf alias Miu veröffentliche im August 2017 ihr zweites Album „Leaf“. An diesem Freitag spielt sie im Knust

„Enjoy The Silence“ sang Depeche Mode am Donnerstag in der Barclaycard Arena. Aber wer will sich schon an Stille erfreuen, wenn der Konzertreigen in Hamburg weiter geht an diesem Freitag.

Statt „Enjoy The Silence“ heißt es „The Sound Of Silence“ mit Jan Plewka und der Schwarz-Roten Heilsarmee in der Fabrik (20 Uhr, Barnerstraße 36, Eintritt 29 Euro). Begleitet von Lieven Brunckhorst (Klavier, Akkordeon, Saxophon, Mundharmonika), Marco Schmedtje (Gitarre), Dirk Ritz (Bass) und Martin Engelbach (Schlagzeug, Bratsche) widmet sich der Selig-Sänger einstimmig den zweistimmigen Klassikern von Simon & Garfunkel wie „‚Bridge Over Troubled Water“ und „The Boxer“. Und wer mehr Plewka möchte, kann am Sonnabend erneut in die Fabrik (20 Uhr, 29 Euro). Dann wird Plewka Lieder von Rio Reiser und Ton Steine Scherben präsentieren. Da kann man sich schön an seiner Liebe festhalten und „Keine Macht für niemand“ mitsingen.

Klassischer Rock ist an diesem Freitag auch im Downtown Bluesclub (20 Uhr, Otto-Wels-Straße 2, 25 Euro) zu erleben. Die vor 35 Jahren im Onkel Pö gegründete Hamburg Blues Band feiert ihren Geburtstag mit „Out Of Time“-Röhre Chris Farlowe.

Schon kein Newcomer mehr, aber immer noch zu geheimeren Tipps zählend ist die Hamburger Soul-Sängerin Miu Graf. Auch sie begann wie die Hamburg Blues Band in einem legendären Club ihre Karriere: Im Jahr 2011 im New Yorker The Bitter End.

Im August 2017 stellte Miu ihr zweites Album „Leaf“ (das Debüt „Watercoloured Borderlines“ erschien 2015) im Mojo vor, an diesem Freitag hingegen spielt sie mit ihrer Band im Knust (20 Uhr, Neuer Kamp 30, 15 Euro). Ein Club mit Seele für eine Stimme mit Soul. Zwei Spuren rauer wird es im S-Bahnhof Harburg: Im Stellwerk (20 Uhr, Hannoversche Straße 85, 10 Euro) bolzen die Punker von Küken und Ruby sich im Akkord zackige Eins-zwo-drei-vier-Rocker zu. Ebenso laut und schnell ist das optisch von den Misfits und musikalisch von Rob Zombie und Ministry inspirierte, stets geschminkte Hamburger Quartett Johnny Deathshadow im MarX (20 Uhr, Klosterwall 11, 12 Euro). Nicht zu vergessen die Metal-Ikonen Accept im Mehr! Theater (19.30 Uhr, Banksstraße 28, 45 Euro): Die sind immer noch „Fast As A Shark“.

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