Messe-Tipp

Zwei Messen in der Sporthalle – bio und richtig fair

Die Köche der Shows zeigen auf den Messen, wie veganes Essen richtig zubereitet wird

Die Köche der Shows zeigen auf den Messen, wie veganes Essen richtig zubereitet wird

Foto: Fair Goods

Recyclebare Kaffeebecher, Bio-Schokolade und vegane Handtaschen: Auf den beiden Messen Fair Goods und Veggienale an diesem Wochenende in der Sporthalle findet sich alles für den vegetarisch oder vegan lebenden Bio-Konsumenten – und jene, die es noch werden könnten.

Rund 80 Lebensmittel- und Textilhersteller, Energieproduzenten und Start-ups präsentieren auf den Messen Produkte und Trends für den nachhaltigen Lebensstil. Alle angebotenen Produkte der Fair Goods sind ökologisch und durchweg vegetarisch, im Falle der Veggienale ausschließlich vegan. Dabei soll das Angebot der beiden Messen mehr sein als die Hitparade der Gemüseaufstriche und veganen Protein-Shakes: Das grüne Herzstück der Messe sind Ideen, die zukünftig eine Veränderung im gesellschaftlichen Handeln auslösen könnten und ausdrücklich sollen. Zum Beispiel die Firma Lichtblick, die neue Lösungen für die Verteilung von Energie vorschlägt und Marktführer für Ökostrom und Ökogas ist. Die Botschaft für die Besucher ist klar: Ganzheitlich nachhaltiges Leben ist mehr als ein Fair-Trade-Kaffeekränzchen zwischen Bananenkisten und betrifft nicht nur den wöchentlichen Einkauf im Biomarkt, sondern alle Teilbereiche des Alltags.

„Ist das überhaupt realistisch?“, fragen sich viele mit Blick auf den modernen Konsumenten, der ungern seine Lebensqualität einschränkt. „Auf jeden Fall!“, lautet die klare Antwort des Veranstalters Ecoventa. Die Agentur will auf gesellschaftliche Missstände aufmerksam machen und unterstützt junge Programme und Produkte, die den nachhaltigen Lebensstil fördern, den sie selbst in ihrem Unternehmen vorleben. Mit Aktionen wie der Fair Goods wollen sie Halbwahrheiten über das Thema Veganismus aus der Welt schaffen und beweisen, dass etwa veganes Einkaufen und Kochen nicht unbedingt in leerem Magen oder Geldbeutel enden müssen. So gehören zum Rahmenprogramm der Messen auch Vorträge wie „Regionale Superfoods – warum es nicht gleich Chia oder Quinoa sein muss?“ oder Kochshows mit dem Titel „Vegan und nachhaltig Kochen mit kleinem Geldbeutel.“

Ziel aller Beteiligten ist es, zu zeigen, dass veganes Leben lange kein Hipster-Trend für Birkenstockträger mehr ist, sondern ein ernst gemeinter Lebensentwurf für die Zukunft.

Fair Goods und Veggienale Sa 21.10., So 22.10., jeweils 10 bis 18 Uhr, Sporthalle, Krochmannstraße 55, Tageskarte 10, ermäßigt 8 Euro