Gesprächs-Tipp

Ensemble Resonanz und Tabea Z. im Resonanzraum

Die Bratschistin Tabea Zimmermann

Die Bratschistin Tabea Zimmermann

Foto: Pressebild.de/Bertold Fabricius

Konzerte sind das eine. Nachdenken über Musik das andere. Zu den zusätzlichen Angeboten des Ensemble Resonanz (ER) gehören seit zwei Spielzeiten die sogenannten Bunkersalons. Bunker, weil die feste Spielstätte des Kammerorchesters mit Namen Resonanzraum im ersten Stock des Bunkers an der Feldstraße liegt. Die ersten beiden Konzerte des Ensembles im kleinen Saal der Elbphilharmonie mit der Bratschistin Tabea Zimmermann stehen am 26. und 27. September an, an diesem Montag gibt es den ersten Bunker-Salon unter dem Titel „Vanitears“.

In dieser musikalischen Gesprächsrunde geht es um die Themen Vergänglichkeit Kunstwahrnehmung und Zeitverschwendung. Tabea Zimmermann wird zusammen mit dem Autoren Julian Pörksen auf dem Podium sitzen, der 2013 das Buch „Verschwende deine Zeit“ herausgebracht hat, in den es um Schnelllebigkeit, Entschleunigung und das Diktat der Produktivität geht. Sebastian Rudolph, Ensemblemitglied im Thalia Theater liest eine Hymne an die Zeitverschwendung und ER-Geiger Tim-Erik Winzer wird als DJ für die entsprechende Musik zum Thema sorgen.

Auch die beiden bereits ausverkauften Konzerte des Ensemble Resonanz laufen unter dem Titel „Vanitears“. Auf dem Programm stehen vier Kompositionen, die sich mit dem Thema Vergänglichkeit beschäftigen. Tabea Zimmermann ist Solistin in Thomas Larchers Komposition „Still“, sie leitet auch die zwei Konzertabende. Außerdem ist die Sopranistin Robin Johannsen dabei, die den Solopart in Benjamin Brittens „Les Illuminations“ und „Songs“ von Henry Purcell singen wird. Als viertes Stück spielt das ER Brittens „Lachrymae. Reflection On A Song Of Dowland“, das der 1976 gestorbne Komponist ursprünglich für Klavier und Bratsche geschrieben hat. In einem weiteren Ankerangebot, der Hörstunde“ geben die Ensemblemitglieder an diesem Montag um 18 Uhr im KörberForum eine Einführung in das Programm von „Vanitears“.

Auch die beiden nächsten Termine für die von Elisa Erkelenz kuratierten Bunkersalons, die Philosophie und Hören miteinander verbinden, stehen bereits fest. Am 15. November sprechen der Komponist Michael Maierhof und der Ökonom Niko Paech unter dem Titel „Ancestree“ über den Umgang mit Ressourcen und welche Bedeutung sie für das kulturelle Leben haben. „Polyfusion“ ist der Titel des Bunker-Salons am 18. Januar. Die Philosophin Beate Rößler, der weltberühmte Pianist Kit Armstrong und die Musiker des Ensemble Resonanz diskutieren dann über Autonomie und Kollektive.

Bunkersalon: vanitears Mo 25.9., 19.30 Uhr, Resonanzraum St. Pauli, Feldstraße 66, Eintritt 5 Euro