Show-Tipp

Elvis lebt, Shelvis sei Dank

Norddeutschlands bester Elvis-Imitator: der Hamburger Shelvis alias Shezad Eikmeier

Norddeutschlands bester Elvis-Imitator: der Hamburger Shelvis alias Shezad Eikmeier

Foto: shelvis

„Elvis has left the building!“ Wer kennt sie nicht, die Redensart, wonach Elvis das Gebäude verlassen habe. Immer wieder wurde sie von Sprechern nach Konzerten des Rock-’n’-Roll-Idols gebraucht, um die auf Zugaben wartenden Fans endlich zum Verlassen des Konzertsaals zu bewegen. Kreischalarm! Al Dvorin, ein Ansager, der während Presleys sämtlicher Karriere mit ihm reiste, machte die Redensart auch auf Tonaufnahmen populär.

Am 16. August 1977 indes verließ Elvis Presley die Erde – jener Sänger, der den Hüftschwung für Männer in jungen und in den besten Jahren erfand. Der „King of Rock ’n’ Roll“ starb im Alter von nur 42 Jahren in Memphis (Tennessee). Alkohol, Drogen, Fettleber, Herzprobleme – Darmverschluss. So lautete die Todesursache. Aber für seine Fans lebt der King weiter. Schließlich gilt Presley mit mehr als einer Milliarde verkaufter Tonträger als der bis heute erfolgreichste Solo-Künstler weltweit – noch vor dem „King of Pop“ Michael Jackson mit 750 Millionen.

Erst im Radio, dann auf der Bühne

Doch Elvis lebt nicht allein dank seiner Platten, sondern auch dank der zahlreicher Doubles und Imitatoren. Der fragloslos bekannteste und auch beste in Norddeutschland heißt Shelvis. Logisch, dass der Hamburger Sänger, Moderator und Party-King – bürgerlicher Name: Shezad Eikmeier – die Woche rund um Elvis’ 40. Todestag kurzerhand zur „Shelvis Week“ erklärt hat. In seiner schon seit 1991 bestehenden Radioshow „It’s Elvis-Time“, inzwischen auf TIDE (Ukw 96,0) zu hören, erfüllt der Deutschpakistaner an diesem Montag (21 Uhr) und Dienstag (22 Uhr) beim zweistündigen Special Hörerwünsche, erzählt Geschichten und Anekdoten über Elvis.

Am Mittwoch, dem Todestag, trifft Shelvis dann selbst auf. Zwar hält der Entertainer den 2004 aufgestellten Weltrekord im Dauersingen von Elvis-Presley-Liedern (40 Stunden und acht Minuten) inzwischen nicht mehr, aus den damals 800 von ihm interpretierten Songs kann er sich aber locker bedienen, wenn es zunächst ab 19 Uhr auf dem Dom im Biergarten Dock 12, anschließend dann ab 22 Uhr im Zwick am Millerntorplatz rundgeht (Eintritt jeweils frei). Den Schmelz seines Idols hat der 41-Jährige noch immer in der Bariton-Stimme, Brille, Perücke, Kunstkoteletten gehören dazu, der weiße Showanzug ist eine Maßanfertigung für mehrere Tausend Euro.

In diesem Kostüm ist Shelvis immer auch ein Stück weit Schauspieler. Und als solcher hatte Elvis Presley in seiner Karriere ja immerhin 31 Spielfilme gedreht. Weil das auch Holger Kraus, der findige Macher der Reihe Flexibles Flimmern, weiß, zeigt er passend zum 40. Todestag gleich an drei Abenden den Elvis-Film „Blaues Hawaii“, diesmal im Mercedes Me Store. In dem Streifen von 1961 spielt Presley einen ehemaligen GI, der auf der US-Insel das Hawaiihemd dem Business-Anzug vorzieht und als Reiseführer auf viele hübsche Mädchen trifft, die er mit seinen Rock-Songs umgarnt. Fast wie im Paradies.

Shelvis Week Mo 14. bis Fr 18.8.

Film „Blue Hawaii“ beim Flexiblen Flimmern Mo 14. bid Mi 16.8., jeweils 20 Uhr, Mercedes Me Store, Ballindamm 17, Eintritt 10 Euro, Reservierungen unter reservierungen@flexibles flimmern.de

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