Lüneburger Heide

Die Arbeit der Polizeireiter in der Lüneburger Heide

Die Polizeireiter Stefan Widera (l.) und Simon Rölleke in der Heide.

Die Polizeireiter Stefan Widera (l.) und Simon Rölleke in der Heide.

Foto: Philipp Schulze / dpa

Während der Blüte sorgen die Beamten für Ordnung und helfen auch Wanderern. Eine Arbeit mit langer Tradition.

Niederhaverbeck.  Mit Beginn der Heideblüte sind auch die Polizeireiter wieder in der Lüneburger Heide unterwegs. Sie sollen auf umweltverträgliches Verhalten der Besucher achten und verirrten Wanderern helfen. Unterstützt werden die beiden Beamten der Polizeireiterstaffel Hannover von der Johanniter-Reiterstaffel und sieben Naturwächtern.

Zunächst sind Stefan Widera und Simon Rölleke im Einsatz. In vier Wochen sollen sie von zwei Kolleginnen abgelöst werden, sagte am Freitag ein Sprecher des Vereins Naturschutzpark Lüneburger Heide in Bispingen (Heidekreis). Der Einsatz dauert insgesamt acht Wochen.

Polizeireiter in der Heide haben lange Tradition

Die Polizeireiter haben eine lange Tradition. Seit den 1950er-Jahren werden sie zum Schutz der Natur während der Heideblüte abgeordnet. Dann zieht es bis zu zwei Millionen Besucher in das rund 230 Quadratkilometer große Naturschutzgebiet. Nach einer alten Faustregel blüht es dort vom 8. August bis zum 9. September, in diesem Jahr hat das violette Farbenspiel ein wenig früher begonnen. Das besondere Augenmerk der Polizeireiter und der Naturwächter auf ihren Rädern gilt frei laufenden Hunden und Autofahrern, die unerlaubt ins Naturschutzgebiet steuern.

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Ausflug in die Heide lohnt sich besonders

In der trockenen Heide dürfen keine Grillfeuer angezündet oder glühende Zigaretten weggeworfen werden. Die Sanitätsreiter haben nach Angaben der Verantwortlichen in den vergangenen Jahren schon etlichen Besuchern helfen können, die sich verletzt oder bei einer Wanderung in der Heide übernommen hatten.

Die Heideblüte ist vielleicht das schönste Naturereignis in Norddeutschland und der Höhepunkt der touristischen Saison. Gerade jetzt lohnt sich ein Ausflug vor die Tore Hamburgs besonders.