Mecklenburg-Vorpommern

Aida hält trotz Corona-Infektionen an Kurz-Kreuzfahrten fest

Die Aidablu der Reederei Aida Cruises liegt im Seehafen Rostock.

Die Aidablu der Reederei Aida Cruises liegt im Seehafen Rostock.

Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Zehn Crewmitglieder wurden positiv auf Corona gestestet. „AIDAmar“ und die „AIDAblu“ stehen nicht unter Quarantäne.

Rostock. Das Kreuzfahrt-Unternehmen Aida Cruises hält trotz der festgestellten zehn mit dem Sars-CoV-2-Virus infizierten Crewmitglieder an den geplanten Kurz-Kreuzfahrten fest. Die betroffenen Mitarbeiter befänden sich in strenger Einzelisolation an Bord eines der beiden Schiffe, die derzeit im Rostocker Seehafen liegen, sagte Aida-Sprecher Hansjörg Kunze am Freitag in Rostock. Neun von ihnen seien völlig symptomfrei, eine Person habe leichte Symptome.

Am vergangenen Mittwoch waren 750 Besatzungsmitglieder aus Asien mit drei Flugzeugen auf dem Flughafen Rostock-Laage angekommen. Zwei Flieger kamen aus Jakarta (Indonesien) und einer aus Manila (Philippinen). Es sei davon auszugehen, dass die Infizierten an Bord der Maschine aus Manila waren, hieß es.

„AIDAmar“ und die „AIDAblu“ stehen nicht unter Quarantäne

Die Testergebnisse zeigten, dass die Präventionsmaßnahmen gegriffen hätten, sagte Kunze. Alle weiteren Besatzungsmitglieder befänden sich ebenfalls in Isolation an Bord der Schiffe und würden erneut auf Covid-19 getestet. Die „AIDAmar“ und die „AIDAblu“ stünden nicht unter Quarantäne, allerdings seien alle Landgänge gestrichen.

Am 5. August soll in Hamburg die „AIDAperla“ zur Kurz-Kreuzfahrt ohne Landgang ablegen, am 12. August in Rostock die „AIDAmar“ und am 16. August in Kiel die „AIDAblu“. Entscheidend sei die Sicherheit der Gäste, Mitarbeiter und Zulieferer, erklärte Kunze. Die entsprechenden Prozeduren würden weiter streng fortgeführt. „Es wird ein sehr vorsichtiger und sehr langsamer Neustart werden.“

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Die Crewmitglieder waren laut Kunze vor dem Abflug in ihren asiatischen Heimatländern getestet worden und hatten auch in Quarantäne gelebt. Ein weiterer Test sei direkt vor dem Gang an Bord erfolgt.

Infektionsweg muss noch geklärt werden

Wie Rostocks Sozialsenator Steffen Bockhahn (Linke) sagte, gilt es nun, den genauen Infektionsweg zu klären. „Irgendwo muss es ja passiert sein.“ Ob das für die Zeitspanne in Asien auch gelte, könne er nicht sagen. „Versuchen werden wir es.“

Es gebe ein reges Interesse an Kurz-Kreuzfahrten, betonte Kunze. Die erste Phase sei das Auslaufen der Schiffe aus Deutschland heraus ohne Landgang. In der zweiten Phase sollen weitere Häfen hinzugefügt werden, erst in der dritten Phase gebe es „normale“ Kreuzfahrten. Das hänge aber von den dann herrschenden Pandemie-Bedingungen ab.