Hilfe für bedürftige Menschen in Hamburg
Der Verein „Hamburger Abendblatt hilft“ unterstützt sozial Schwache, Kranke und Menschen mit Behinderung in der Metropolregion Hamburg Lesen Sie mehr »
Hier helfen wir

Bei Anruf Yoga: Service für bedürftige Senioren

Lesedauer: 3 Minuten
Yogalehrerin Stephanie Brauch gibt eine Yogastunde am Telefon

Yogalehrerin Stephanie Brauch gibt eine Yogastunde am Telefon

Foto: OMY

OMY!Smart ist ein individuelles Programm für Alte – unterstützt wird es auch vom Verein „Hamburger Abendblatt hilft e.V.“

So gut wie alle gemeinsamen Aktivitäten können nicht stattfinden, die Gruppenräume sind geschlossen – Einschränkungen wegen Corona sind besonders für alte Menschen sehr hart. Sie fühlen sich oft isoliert und einsam, trauen sich kaum vor die Tür. „Deshalb haben wir eine komplett neue Art entwickelt, Yoga zu vermitteln“, sagt Cornelia Brammen, Vorstand des Vereins „Yoga für alle“. Das vom Verein angebotene Seniorenyoga speziell für Menschen in Altersarmut geht nun über das Telefon und ist erfolgreich in sechs der sieben Hamburger Bezirke – Mitte, Eimsbüttel, Wandsbek, Harburg, Nord und Bergedorf – für Bewohner von Service-Wohnanlagen gestartet. Die Kosten teilen sich der Verein, die Wohnanlagen sowie die Stiftung Generationenzusammenhalt. Auch unser Verein „Hamburger Abendblatt hilft“ unterstützt Yoga für alle e. V. finanziell.

„OMY!Smart, bei Anruf Yoga“ wird von professionellen Yogalehrerinnen durchgeführt. Die Yogalehrerin ruft die Teilnehmerin an und leitet sie durch eine halbe Stunde Yoga. Bevor es losgehen kann, muss einiges geklärt und abgesprochen werden. Welche Sitzgelegenheit eignet sich für die im Schnitt 82 Jahre alten Teilnehmerinnen, wo soll das Telefon liegen, hat er oder sie ein Hörgerät, was ist, wenn jemand während der Übungen an der Tür klingelt? Denn das Ziel sei schließlich ein Zustand der Entspannung, sagt Cornelia Brammen, „Yoga erreicht Vitalität ohne Aufregung.“

Das Telefon-Yoga macht richtig gute Laune

Manchmal wird auch über die Lebensgeschichte des alten Menschen gesprochen. Nicht alle haben sofort eine umfassende Wahrnehmung für ihren Körper, für manche entstehen ganz neue Erfahrungen. Yogalehrerin Brammen freut sich über Rückmeldungen wie von Maria F. (83), die nach einer Schüttelübung des ganzen Körpers erstaunt war: „Es ist komisch, alles ist in Bewegung, aber ich bewege mich gar nicht!“

Die 73-jährige Juljana M. hat nach dem Telefon-Yoga „richtig gute Laune. Ich mache ja Gymnastik für mich. Aber das mit der Entspannung ist beim Yoga mit Lehrerin besser.“

Vor Corona war OMY! Yoga für Menschen 60plus mit geringfügiger Rente bereits fest etabliert. Aufgrund von Covid-19 fanden die Kurse im Frühjahr und Sommer draußen statt, im Herbst und Winter als Einzelunterricht indoor. Dann untersagte die Sozialbehörde auch das.

OMY! fördert das körperliche Wohlbefinden

Jetzt freuen sich die Mitarbeiterinnen der Service-Wohnanlagen über das neue Angebot. Wie Gabriele Lueben vom Hartwig-Hesse-Quartier in St. Georg: „OMY! ist für unsere Bewohnerinnen eine wunderbare Möglichkeit, das körperliche Wohlbefinden zu fördern, sich gesund, beweglich und fit zu halten.“ Der Anruf einmal in der Woche ist ein Lichtblick für die Hochaltrigen und motiviert sie, selbst aktiv zu werden.

Information im Internet: yogahilft.com