25 Jahre Abendblatt.de

Wie Datenanalysen die Redaktion unterstützen

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Joachim Mischke - Kulturredakteur

Joachim Mischke - Kulturredakteur

Foto: Hamburger Abendblatt

Abendblatt.de-Ressortleiter Frank Mares über die schönsten Online-Momente.

Am 30. November 1996 erschien das Hamburger Abendblatt als eine der ersten Regionalzeitungen Deutschlands im World Wide Web. Jetzt feiert Abendblatt.de seinen 25. Geburtstag. Zum Jubiläum haben wir die Podcast-Reihe „Redaktionsgeheimnis“ gestartet – mit Einblicken in die Arbeit der Redaktion. Im zweiten Teil spricht Online-Chef Frank Mares über die Bedeutung von Daten, Kulturkritiken, die schönsten Online-Momente – und seinen Wunsch für die Zukunft. Das komplette Gespräch hören Sie im Podcast.

Seit dem Start hat sich eine Menge verändert: „Wir können heute jede einzelne Geschichte sekündlich beobachten. Wir sehen, wie die Zugriffe sind, wie sich die Aboverkäufe entwickeln und vieles mehr“, berichtet Frank Mares im Gespräch. Datenanalysen unterstützen die Redaktion heute enorm bei der Arbeit. Mares: „Wir beschäftigen eine eigene Analystin, die die Vielzahl der Daten auswertet.“

25 Jahre Abendblatt.de: Die schönsten Online-Momente

Eine bundesweite Besonderheit bei Abendblatt.de ist die Bedeutung der Kulturberichterstattung: „Seit der Eröffnung der Elbphilharmonie vor fast fünf Jahren hat die Kultur auf der Webseite für uns stark an Bedeutung gewonnen. Die Konzertkritiken sind enorm gefragt, auch über Hamburg hinaus.“ Steht Online-Journalismus immer noch für kurze, schnelle Storys? „Früher wurde Online als Häppchen-Journalismus belächelt. Da sei alles nur kurz und schnell. Das ist heute überhaupt nicht mehr der Fall. Wir versuchen sehr stark, Abonnenten für uns zu gewinnen – da ist die kurze Geschichte eher hinderlich“, sagt Mares.

Immer im Blick, was Hamburg interessiert

Über den erfolgreichsten Blog der Online-Redaktion sagt Mares: „Unser wichtigster Blog ist der sogenannte Corona-Blog für den Norden. Wir tragen dort täglich die wichtigsten Nachrichten zu dem Thema zusammen und versuchen auch die wichtigsten Fragen zu beantworten. Das ist einer der ersten Artikel, die wir morgens ab 6 Uhr anfassen, und er wird bis 24 Uhr fortgeführt.“ Auf die Frage nach den schönsten Online-Momenten antwortet er: „Das sind die Momente, wenn man als Erster mit einer bedeutenden Geschichte rauskommt. Wenn dann richtig Bewegung auf die Seite kommt und man sieht, wie sich immer mehr Menschen für den Bericht interessieren. Das ist ein tolles Gefühl.“

Und was wünscht sich der Online-Chef für die Zukunft? „Ich wünsche mir mehr Gerechtigkeit, mehr Fairness im Netz. Gute Geschichten bleiben nicht lange exklusiv. Sie werden in Minuten von anderen Seiten übernommen oder abgeschrieben, in der Hoffnung, damit möglichst viel Traffic auf die eigene Seite zu bekommen. Das ist für uns als Abo-Angebot schwierig.“

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