Berlin. Sie ist Schauspielerin, Synchronsprecherin und seit Jahren aktiv in der Aids-Hilfe: Judy Winter kann auf eine erfolgreiche Karriere blicken.

Schauspielerin Judy Winter („Und Jimmy ging zum Regenbogen“, „Club Las Piranjas“) möchte trotz ihres nahenden 80. Geburtstags weiter im Geschäft bleiben. Sie mache so lange weiter, bis es nicht mehr geht, sagte die Künstlerin der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Es ist ja auch spannend zu arbeiten und sich in eine andere Rolle hineinzuversetzen.“ Es gehe beim Schauspielen nicht nur um das Textlernen, sondern auch um die Körpersprache, die sich verändere.

Winter lebt in Berlin und feiert am 4. Januar ihren 80. Geburtstag. Das Alter nehme sie dankend an. „Ich habe wirklich keine Angst. Ich habe gelebt, lebe noch und kann mich eigentlich nur bedanken, dass es mir noch so gut geht“. Neben ihrer Karriere als Schauspielerin ist sie auch als Synchronsprecherin aktiv - etwa als deutsche Stimme von Hollywood-Star Jane Fonda.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gratulierte einer „großartigen Persönlichkeit und Schauspielerin, die es versteht, ihr Publikum immer wieder in den Bann zu ziehen – nicht zuletzt auch mit wundervollen Chansons“. Steinmeier weiter an Winter: „Ihr Spiel, Ihre Mimik und auch Ihre Stimme zeugen von einer Intensität des Lebens, die sich ganz unmittelbar auf jeden Zuschauer überträgt – und doch weht immer ein letztes Geheimnis durch Ihre Figurenwelten, das nur Ihnen ganz allein gehört.“ Winter trage mit ihrem Wirken zum kulturellen Ansehen des Landes bei. Zudem leiste sie mit ihrem Engagement für die Aidshilfe wichtige Aufklärungsarbeit.