Maximilian Mey

Sohn von Reinhard Mey nach fünf Jahren Wachkoma gestorben

„Er ist nach unendlich tapfer ertragenem Leid im Kreise seiner Familie vor einigen Tagen gestorben“, teilte der Anwalt der Familie am Dienstag mit. Maximilian Mey war 2009 ins Wachkoma gefallen.

Berlin. Fünf Jahre nach seinem Zusammenbruch ist der Sohn von Liedermacher Reinhard Mey („Über den Wolken“) gestorben. „Maximilian Mey ist nach unendlich tapfer ertragenem Leid im Kreise seiner Familie vor einigen Tagen gestorben“, teilte der Anwalt der Familie am Dienstag mit. Weitere Einzelheiten wollte er nicht nennen. Die Familie bitte darum, ihre Privatsphäre zu respektieren.

Der 1982 geborene Maximilian Mey war 2009 nach einer verschleppten Lungenentzündung ins Wachkoma gefallen, zuvor soll er einen Herz- und Atemstillstand erlitten haben. Vor seiner Krankheit hatte der Sohn des Liedermachers in Asien gelebt und bereits 2003 das Elternhaus verlassen.

Reinhard Mey sprach nach Bekanntwerden der Krankheit nur in einem einzigen TV-Interview über die Krankheit seines Sohnes. Anschließend zog er sich für längere Zeit zurück, ging erst Ende 2011 erstmalig wieder auf Tour.

Auf dem Album „Mairegen“ verarbeitete der Liedermacher seine Erlebnisse in dem Stück „Drachenblut“, dass seinem Sohn Maximilian gewidmet ist. Darin singt er: "Ein Lidschlag nur, ein Augenblick, ein Zeichen ist geblieben, und die Entschlossenheit, dich in die Welt zurückzulieben."

Reinhard Mey und seine Frau Hella leben in Berlin und haben zwei weitere Kinder. Der älteste Sohn Frederik ist als Pilot im Frachtgutbereich tätig, Tochter Victoria-Luise hat sich als Unternehmerin selbstständig gemacht. Das idyllische Familienleben war in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder Inspiration und Thema des musikalischen Schaffens von Reinhard Mey.

( (HA/dpa) )

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