Wenige Tage vor der Geburt des königlichen Nachwuchses schießen die Wetten rund um das erste Baby von Prinz William und seiner Frau Kate in die Höhe: vom Namen über das Geschlecht bis hin zur Haarfarbe.

London. Für Freunde der britischen Monarchie weltweit ist es das Ereignis, für Londons Buchmacher das Geschäft des Jahres: Wenige Tage vor der Geburt des königlichen Nachwuchses schießen die Wetten rund um das erste Baby von Prinz William und seiner Frau Kate ins Kraut. Kein Aspekt wird ausgelassen: Angefangen bei Name und Geschlecht des Babys über seine Haarfarbe und die Frage, ob es per Kaiserschnitt auf die Welt kommt, bis hin zu Spekulationen, auf wessen Armen es das Krankenhaus verlassen wird.

Wahres Wettfieber löste vor allem die Namensfrage aus: Traditionalisten setzen eher auf althergebrachte Namen wie Victoria, Elizabeth, Diana, George oder James – Witzbolde wetten lieber auf Flippiges wie den Twitter-Begriff Hashtag oder Psy. Nach einem verbalen Ausrutscher von Kate sind sich jedoch alle Lager inzwischen weitgehend einig, dass es ein Mädchen wird. Bei der Haarfarbe herrscht in einem Punkt ebenfalls Einigkeit: Dass das königliche Baby nach seinem rotblonden Onkel Harry schlägt, können sich nur wenige Wett-Experten vorstellen.

Zwar sind Sportwetten noch immer die mit Abstand lukrativste Einkommensquelle für Buchmacher, aber bei allen anderen Wettformen stehen die Royals inzwischen an der Spitze. Und das, obwohl Wetten auf sie noch gar nicht so lange zugelassen sind. Die ersten wurden 1981 zur Hochzeit von Williams Eltern, Prinz Charles und Lady Di, abgeschlossen, wie sich Buchmacher-Veteran Graham Sharpe erinnert: „Bis dahin waren Wetten auf das Königshaus verpönt, doch sobald Diana in die Familie kam, wurde alles leichter. Da dachten wir, ein Versuch wäre es wert.“