Das letzte Wort ist weiblich

Hier kommt eine Umfrage, über die sich streiten lässt: Frauen zanken mehr als Männer

Frauen fangen ja gern mal was mit Männern an. Streit zum Beispiel. Das ist nicht aus der Luft gegriffen, sondern seit rund 2414 Jahren belegt. „Du hast angefangen“, wehrte sich der olle Sokrates gegen seine Xanthippe, als sie den Nachttopf über ihn entleerte. „Worauf du Gift nehmen kannst“, brüllte sie. Was er dann auch tat. Ein halbes Jahrtausend später hat sich daran nicht viel geändert. Der römische Sittenrichter Juvenal urteilte: „Es gibt in der Regel keinen Prozess, in dem nicht eine Frau den Streit verursacht hätte.“ Ist das heute noch immer so?

Dies wollte die Rechtsschutzversicherung Advocard erfahren und ließ 1017 Menschen beiderlei Geschlechts nach allen Regeln der repräsentativen Befragung ausquetschen. Ergebnis: Ja, Frauen sind so, Männer auch, aber nicht so oft. „Wir wollten wissen, was die Deutschen auf die Palme bringt und wie viel Zeit die Menschen hierzulande eigentlich damit verbringen, sich zu streiten“, begründete eine Frau von Advocard die Aufregungserforschung. Demnach streitet jede Frau im Schnitt 1092 Minuten oder 18,2 Stunden pro Jahr. Die Männer bringen es auf gerade einmal 419 Minuten oder knapp sieben Stunden Zoff. Mathematisch ist damit bewiesen: Die Frau hat das erste und das letzte Wort. Nicht immer muss dabei der Haussegen schief hängen, denn jeden Tag zanken sich doppelt so viele Berufstätige wie Menschen ohne Job. Die Welt wäre also friedlicher, wenn man gar nicht arbeitet.

Angesichts der Frauenquote stehen die Zeichen jetzt auf Krach. Männer in Spitzenpositionen, die bis dato ganz friedlich miteinander umgingen, sehen sich nun verbalen Salven von Frauen ausgesetzt. In Selbsthilfegruppen entwickeln sie Verteidigungsstrategien: „Wie man die verehrte Frau Kollegin ins Leere laufen lässt. Ein Mobbing-Knigge.“ Ob es sich bei jenen, die besonders auf Krawall gebürstet sind, um Singles handelt, ist nicht bekannt, aber zu vermuten. Denn wer verheiratet ist, muss sich nicht mit wildfremden Leuten streiten.