Und was machen Sie mit Ihrer Million?

Die Hannoveraner träumen von einer Insel, aber es gibt ja noch andere Möglichkeiten. Lottogesellschaft befragt ihre Kunden

Viele Reiche sind arm dran. Für sie ist Reichtum oft das Einzige, was sie besitzen. Immerhin haben sie sich mit immensem Fleiß hochgearbeitet. Nicht nur das Geld ist sauer verdient, sondern auch der Respekt. Selbst Milliardäre haben schließlich mal klein angefangen, als Millionäre zum Beispiel.

WestLotto, ein bekannter Millionärsmacher, hat Menschen in der Bundesrepublik, mit und ohne Migrationshintergrund, also in Ost und West, befragt, was sie denn mit dem vielen Geld, das sie eventuell haben könnten, anfangen wollten. Das hat das Lottounternehmen natürlich nur gefragt, damit es den Jackpot immer an die wirklich bedürftigen Menschen ausschüttet.

Die Norddeutschen sind in erster Linie gar nicht erpicht auf einen satten Gewinn, um in Saus und Braus leben zu können. Sie setzen lieber auf die Früchte ihrer Arbeit, ergab die Forsa-Umfrage für die Glücksbringerfirma. Wer allerdings einiges an Lebenserfahrung gesammelt hat, kommt zu der späten Erkenntnis, dass ein Luxusleben allein durch harte Arbeit kaum zu schaffen ist. Dagegen glaubt ein Drittel der Ostdeutschen, mit dem Knacken des Jackpots sei Luxus am einfachsten zu erreichen.

Millionär aus heiterem Himmel – und dann? Fast jeder Dritte träumt von einer Insel. Besonders die Hannoveraner möchten sich am liebsten dorthin zurückziehen, was nicht gerade für die Stadt spricht. Wenn man einmal reich ist, stellt man fest, dass eine Insel nicht zwangsläufig von Wasser umgeben sein muss. Das Nanoland Luxemburg tut es als Steuerparadies zur Not auch. Das soll aber nicht so bleiben. Deshalb werden neue Möglichkeiten vorbereitet, Geld am Fiskus vorbei anzulegen. Die Europäische Steuerspar-Anstalt (ESA) hat gerade einen Geldschrank mit dem Codenamen „Philae“ auf einem Kometen namens Tschuri abgesetzt. Tschuri ist nur unwesentlich kleiner als Luxemburg und 500 Millionen Kilometer vom nächsten Finanzamt entfernt. Der geplanten Bank mit dem All-inclusive-Konto wird ein kometenhafter Erfolg prognostiziert. Das Geld muss aber für zehn Jahre angelegt werden. So lange dauert es, um an den Geldautomaten auf Tschuri zu kommen.