Die liebsten Frauen haben oft die dicksten Probleme, behauptet eine US-Forscherin. Doch wie kommt frau raus aus der “Nett-Fett-Falle“?

Die Welt ist ungerecht. Das hatte man zwar schon geahnt, dabei aber nicht gewusst, dass diese Gemeinheit so dermaßen ins Gewicht fällt. Denn es sind ausgerechnet die Netten, die gnadenlos ihr Fett abbekommen - und zwar, peng!, gleich drauf auf die Hüfte.

Die Welt ist nicht nur ungerecht, sondern auch noch frauenfeindlich. Während sich sogar der fieseste Typ als Pfundskerl präsentiert, haben sympathische Frauen nämlich übergroße Chancen, das nächste Top-Moppel zu werden. Ganz ohne Casting.

"Warum die nettesten Frauen am schnellsten dick werden" beantwortet die amerikanische Verhaltensforscherin Karen E. Koenig in ihrem gleichnamigen Ratgeber, der mit 368 Seiten ein verhältnismäßig fettes Werk geworden ist. Darin erklärt die Forscherin, dass man eben nicht hüftgoldrichtig liegt, wenn man vollschlanke Damen liebevoll als "gemütliche Dicke" umschreibt. Nein, nicht die Fetten werden nett, sondern die Netten werden fett, schreibt sie. Ein dickes Ding! Aber woran liegt's?

Offensichtlich daran, dass liebevolle Frauen, die sich für ihre Familie und Freunde aufopfern, "aufnehmende" Wesen sind. Leider auch im Bezug auf Kalorien. Die Frauen hätten Hunger - auf Liebe. Bloß wenn die gerade nicht vorrätig ist, tut's auch ein Schokoriegel. Der tauge übrigens auch als "Stress-Fress" am Feierabend.

Doch wie kommt frau raus aus der "Nett-Fett-Falle"? Durch etwas aggressiveres Verhalten auf dem Spielfeld des Lebens. Als Vorbild dürfen in dieser Frage ausnahmsweise mal Fußballer herhalten. "Wer zu lieb ist, steigt ab", gilt nämlich auch auf dem Platz, wie jetzt Stephan Nopp von der Deutschen Sporthochschule herausgefunden hat. Das ein oder andere strategische Foul helfe.

Ein Volltreffer sei, ganz real, Mesut Özil, der fett spielt, auch wenn er überhaupt nicht so aussieht. Was wiederum daher kommt, dass er in jeder Werbepause den Ball holt, während die anderen Jungs Nutella-Brote essen. Ganz schön nett, der Mesut. Und schlank. Weil männlich. Die Welt ist ungerecht.