Goofy - ein Hundeleben

Alexander Josefowicz

Mickys treuer Begleiter wird 80. Verbeugung vor einem liebenswerten Tollpatsch

Er ist nie so ganz bei der Sache, ein ewiger Träumer, mit dem Kopf in den Sternen und den Fingern zwischen den Scharnieren eines Liegestuhls. Goofy, der treue Begleiter von Mickymaus, wird in dieser Woche 80 Jahre alt.

Seit 1932 hat der Arme eine ganz klare Rolle: die des liebenswerten Trottels, der an den Tücken des Alltags stets spektakulär scheitert. Und sich trotzdem nicht unterkriegen lässt. Jede weitere Pleite quittiert er mit seinem typischen glucksenden Lachen, schüttelt die langen Hundeohren, klopft den Staub aus der Mütze und steht wieder auf.

Und was musste er nicht alles schon erdulden. Bewegungsmuffeln in aller Welt dient Goofy als willkommene Ausrede für die churchilleske Verweigerung jeglicher sportlicher Aktivität. Er führte in fast jeder nur denkbaren Sportart vor Augen, welche Verletzungsrisiken sie birgt: Man kann sich die Gliedmaßen verknoten, von Bällen am Kopf getroffen, von einer Horde Footballspieler zermalmt, unter Gewichten oder Mitspielern begraben werden ... 1965 hatten die Zeichner endlich ein Einsehen mit Goofy. Als sein Alter Ego Supergoof durfte fortan auch der liebenswerte Dussel die Welt retten. Wenn, ja, wenn ihm nicht wieder einmal die speziellen Nüsse ausgehen, die ihn vom Tollpatsch zum fliegenden Superhelden machen.

Gut, dass es Goofy gibt. Ohne den freundlich-trotteligen Hund an ihrer Seite wäre die ewig besserwisserische Mickymaus, die stets eine Lösung für alle Probleme weiß, kaum auszuhalten.