Hamburg

Das ist Hamburgs Olympia-Fahrplan bis Sommer 2017

Am 9. September wird die Stadt ihre Bewerbung beim IOC in Lausanne abgeben

Hamburg. Die Stadt Hamburg will sich am 9. September das erste Mal in ihrer Geschichte beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) um die Ausrichtung von Sommerspielen bewerben. Dafür wird an diesem Tag ein Schreiben an die IOC-Zentrale in Lausanne (Schweiz) überstellt, in dem Hamburg formal seine Bereitschaft erklärt, Gastgeber der Spiele 2024 und der anschließenden Paralympics werden zu wollen. Die Anmeldefrist für die Spiele in neun Jahren endet am 15. September. Bisher haben Paris, Rom und Budapest ihre Kandidaturen erklärt, Los Angeles will sich am heutigen Dienstag entscheiden. Möglicher sechster Kandidat: Toronto (Kanada).

Die Bewerbung bis zur IOC-Entscheidung im September 2017 in Lima (Peru) gliedert sich in drei Phasen. Die Kandidatenstädte können zu jedem Zeitpunkt aussteigen, auch das IOC kann die Bewerbung beenden, falls Anforderungen nicht erfüllt werden. Ob die Hamburger Kampagne fortgeführt wird, hängt vom Referendum am 29. November ab. Die Briefwahlunterlagen sollen ab 1. November an die rund 1,3 Millionen Wahlberechtigten verschickt werden. Die Mehrheit und mindestens 20 Prozent der Wahlberechtigten müssen mit Ja für Olympia stimmen.

Die erste Bewerbungsphase dauert bis Mai 2016. Vision, Konzept, Vermächtnis der Spiele müssen bis dahin beschrieben, zwischendurch das Mini-Bid-Book (Bewerbungsbuch) am 6. Januar abgegeben werden. Bis zum Dezember 2016 bleibt Zeit, die Finanzierung zu garantieren, die politische Unterstützung von Stadt und Bund einzuholen, die Struktur des Organisationskomitees festzulegen und Visa- und Zollproblematiken zu klären. Bis zum September 2017 soll das Gesamtkonzept der Spiele stehen inklusive der Sicherheit. Zudem muss die Nachnutzung der Sportstätten geklärt sein.

In jeder Phase werden an das IOC Bearbeitungsgebühren fällig: am 5. Februar 50.000 Dollar (44.700 Euro), am 7. Oktober 2016 erneut 50.000, am 3. Februar 2017 dann 150.000. Vor der IOC-Reformagenda 2020 kostete eine Bewerbung noch 650.000 Dollar.