Modestrecke: Hamburgs Kreative am Werk

Wir ziehen jedes Alter an

Meisterhafte Mode für das Journal, inszeniert von Meisterfotografen. Star-Visagist Boris Entrup war mit von der Partie. Das Ergebnis: eine exklusive Porträtserie.

Hamburger Designer müssen sich nicht verstecken. Finden wir. Ganz im Gegenteil. Ihre Mode ist elegant, frech, innovativ, manchmal skurril, meistens tragbar und immer wunderschön.

In dieser Woche stellt das Journal acht Kreative und ihre Werke vor. Acht Hamburger Designer, die vier Generationen einkleiden. Professionell gestylt und fotografiert wurden unsere Modelle von der Hamburger Agentur Meisterfotografen - exklusiv für das Journal. Agenturchefin Simone Bruns hat ein hochrangiges Team zusammengestellt: Visagist Boris Entrup, bekannt aus "Germany's Next Topmodel", Promifotograf Christian Schoppe, der sonst deutsche Schauspielgrößen wie Moritz Bleibtreu und Alexandra Maria Lara vor der Kamera hat, und Stylistin Bettina Markiewicz haben unsere Laienmodels aus verschiedenen Generationen für das Journalshooting in Szene gesetzt. "Die Umgebung, die Pose, das Licht, die Kleidung, die Frisur - und nicht zuletzt das Profi-Make-up vom perfekten Lidstrich bis zum passenden Rouge müssen stimmen", sagt Simone Bruns. Jede Menge Arbeit, die sich in jedem Fall gelohnt hat.

Es steckt großes Potenzial in Hamburg, findet auch Joachim Schirrmacher von der Stiftung der Deutschen Bekleidungsindustrie (SDDI), die jedes Jahr den europäischen Nachwuchswettbewerb "Fash" auslobt. "Die Kollektionen von FKK und Garment sind zum Beispiel sehr gut." Allerdings muss das Potenzial auch sichtbar gemacht werden. "Das gelingt Berliner Labels oft noch besser. Sie werden schon allein durch die starke Aufmerksamkeit der Medien international stärker wahrgenommen."

Schirrmacher, der auch als Experte in die Initiative Kultur und Kreativwirtschaft der Bundesregierung eingebunden ist, sieht zwar Berlin als internationale Plattform der deutschen Modebranche, doch das bedeutet nicht, dass jeder Kreative die Hansestadt verlassen und in die Hauptstadt gehen sollte. "Es gibt kaum eine Stadt, die so schön und lebenswert ist wie Hamburg. Es spricht nichts dagegen, seinen Sitz hier zu haben." Schirrmacher hat selbst sein Büro in Eilbek. "Nur sollten die Hamburger Designer ihre Kollektionen stärker in Berlin publik machen, wenn sie über die Stadtgrenzen hinaus bekannt werden möchten. Bitten Stetter, Herr von Eden oder Tonja Zeller sind Hamburger Designer, die internationalen Vergleichen ohne Weiteres standhalten können. "Doch es ist schwierig, der Welt klar zu machen, dass es 16 Bundesländer gibt. Berlin steht für kreatives Deutschland. Hamburger Designer, die international bestehen wollen, sollten sich deswegen auf der Berlin Fashion Week zeigen." Die Forderung nach einer eigenen Modenschau in Hamburg macht in Schirrmachers Augen keinen Sinn. "Deutschland braucht eine große Schau, um in der Konkurrenz zu New York, Paris, Mailand und London wahrgenommen zu werden. Deswegen sollten sich alle Anstrengungen auf die Berliner Fashion Week konzentrieren. Föderalismuskämpfe sind unangebracht, wenn Deutschland mit seinem eigenen Stil gegen traditionelle Modeländer wie Frankreich und Italien wahrgenommen werden möchte."