Hamburger Konsuln kochen Köstliches: heute Honduras

Baleadas - Frittiertes Bohnenmus

Hamburg ist größter Konsularstandort in Europa und mit fast hundert Vertretungen der drittgrößte weltweit. Das Journal macht sich mit dieser Serie die kulinarische Vielfalt an der Elbe zunutze. Kochen Sie nach und schlemmen Sie mit!

"Baleadas isst man bei uns jeden Tag, sie sind wie unser Fast Food" sagt Milagro de Maria Siliézar. Bohnen sind in Honduras überhaupt sehr populär - wenn nicht als Mus, dann gekocht oder als Suppe. Die honduranische Küche ähnelt der mexikanischen, ist aber nicht so scharf. Maistortillas, Kochbananen, Kokosmilch und Koriander sind typische Zutaten. Die in Tegucigalpa, der Hauptstadt Honduras, geborene Generalkonsulin kocht viel und auch in Hamburg sehr gerne traditionell, ihre zwei Kinder lieben Baleadas. Die Zutaten sind in Hamburg leicht zu bekommen.

Vor 14 Jahren kam Milagro de Maria Siliézar nach ihrem Studium in Werbung und Kommunikation zum ersten Mal in die Hansestadt. Weil sie sehr gut Deutsch sprach, begann sie im Konsulat der Republik Honduras zu arbeiten. Sie merkte, dass sie Spaß am Auswärtigen Dienst hatte und wurde zunächst stellvertretende Konsulin, im November 2007 trat sie dann das Amt als Generalkonsulin an. Das Hamburger Generalkonsulat ist das einzige Berufskonsulat von Honduras in Deutschland, und so ist Milagro de Maria Siliézar neben den ungefähr 100 in Hamburg lebenden honduranischen Staatsbürgern auch für die insgesamt etwa 1500 im restlichen Deutschland gemeldeten Honduraner zuständig.

Das zentralamerikanische Land selbst beherbergt 7 639 327 Menschen auf einer Fläche, die etwa Bayern und Baden-Württemberg zusammen entspricht. Das Land ist geprägt durch Relikte der spanischen Kolonialherrschaft, die offizielle Landessprache ist Spanisch, aber auch Spuren der Mayazeit und Indiokulturen sind allgegenwärtig. Die Natur ist vielfältig, und neben einem entsprechenden Artenreichtum ist der nahezu unberührte größte zusammenhängende Regenwald in Zentralamerika besonders hervorzuheben.

Einmal pro Jahr, nach Möglichkeit um die Weihnachtszeit herum, besucht Milagro de Maria Siliézar für mindestens einen Monat ihre Heimat. "Ich habe einen Hamburger geheiratet, und meine Kinder sind hier, aber der ganze Rest meiner Familie ist in Honduras!"