Washington

Supermarkt muss Kundin 4,6 Millionen Dollar zahlen

Washington. Es war der mütterliche Schutzinstinkt, der Carla Denise Garrison auf dem Parkplatz der Supermarktkette Target in der Kleinstadt Anderson im US-Bundesstaat South Carolina zur Tat schreiten ließ. Ihre achtjährige Tochter hatte eine gebrauchte Injektionsnadel am Boden gefunden. Als Garrison versuchte, ihr die Kanüle aus der Hand zu schlagen, pikste sich die Mutter aus Versehen selbst. Eine Gerichtsjury hat ihr dafür jetzt Ein Rekordschmerzensgeld von 4,6 Millionen Dollar zugesprochen.

Aus Sorge vor ansteckenden Krankheiten nahm Frau Garrison ein HIV-Medikament ein. Mit der Folge, dass ihr Körper die Nebenwirkungen nicht vertrug. Ehemann Clint musste die schwächelnde Gattin kurzzeitig pflegen. Um die Arztrechnungen erstattet zu bekommen, verlangte Garrison 12.000 Dollar Entschädigung von Target. Die Supermarktkette bot nur 750 Dollar an.

Target will Einspruch einlegen. Der Anwalt argumentiert, dass Frau Garrison gar nicht nachweisen könne, dass die verunreinigte Spritze von Target stammt. Womöglich eine ziemlich teure Fehleinschätzung.