Hanfparade

Tausende demonstrieren für Legalisierung von Cannabis

Teilnehmer der 20. Hanfparade ziehen in Berlin am Reichstagsgebäude vorbei. Unter dem Motto "Legalisierung liegt in der Luft" fordern die Demonstranten die Legalisierung von Cannabis als Rohstoff, Medizin und Genussmittel.

Teilnehmer der 20. Hanfparade ziehen in Berlin am Reichstagsgebäude vorbei. Unter dem Motto "Legalisierung liegt in der Luft" fordern die Demonstranten die Legalisierung von Cannabis als Rohstoff, Medizin und Genussmittel.

Foto: Britta Pedersen / dpa

„Gebt das Hanf frei“: Tausende sind in Berlin für die Legalisierung von Cannabis als Genussmittel und Medizin auf die Straße gegangen.

Berlin.  Mit bunten Paradewagen und Musik sind am Samstag mehrere Tausend Befürworter von Cannabis durch Berlin gezogen. Unter dem Motto „Legalisierung liegt in der Luft“ demonstrierten sie für die Freigabe der illegalen Droge als Rohstoff, Medizin und Genussmittel. Nach Angaben der Polizei nahmen mehr als 4000 Menschen an dem Umzug teil. Zunächst war nur von 1500 Teilnehmern die Rede gewesen.

Die Hanfparade findet bereits seit 1997 jährlich in Berlin statt. Veranstalterangaben zufolge ist sie Deutschlands größte Demonstration für die Legalisierung von Cannabis.

In Berlin setzen sich Grüne, Linke und Piraten für eine Legalisierung ein. Damit soll der organisierten Kriminalität der Boden entzogen werden. Gegner der Freigabe sorgen sich um den Jugendschutz.

Ströbele mit legendärem Satz

Unter den Demonstranten waren auch der Grünen-Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele sowie der drogenpolitische Sprecher der Linke-Bundestagsfraktion, Frank Tempel. Ströbele twitterte von unterwegs: „Gebt das Hanf frei“. Stefan Raab hatte dieses Zitat aus einer Ströbele-Rede einmal zu einem Hit gemacht. Andere Teilnehmer hielten Schilder hoch mit der Aufschrift „Cannabis ist meine Medizin“ oder „High sein heißt frei sein“.

Der Sprecher der Hanfparade, Steffen Geyer, hatte vor Beginn erklärt, dass „legales Cannabis weniger Schäden verursachen würde, als es das seit 45 Jahren geltende Verbot tut“. Die Zeit sei reif für einen Neuanfang in Sachen Hanf. (dpa/aba)