Prozess in Bayern

Frau tötet Ehemann mit Schraubenzieher: "War ein Reflex"

Die Justizia in Frankfurt

Die Justizia in Frankfurt

Foto: imago

Kurz nach der Hochzeit attackierte die Frau den 31-Jährigen mit dem Werkzeug und einem Messer - habe ihn aber nicht verletzen wollen.

Deggendorf. Weil sie ihren Ehemann nur wenige Monate nach der Hochzeit getötet haben soll, steht seit Montag eine 47 Jahre alte Frau in Deggendorf vor Gericht. Zum Auftakt des Mordprozesses vor dem Landgericht räumte sie am Montag zwar die Tat ein, bestritt aber eine Tötungsabsicht. „Ich wollte ihn nicht ernsthaft verletzen, es war ein Reflex“, gab die 47-Jährige zu Protokoll.

Laut Anklage hatte die Frau aus Zwiesel drei Monate nach der Hochzeit aus Eifersucht erst mit einem Schraubenzieher und dann mit einem Messer auf ihren deutlich jüngeren Ehemann eingestochen. Laut Obduktionsbericht hatte die Messerklinge das Brustbein des Mannes durchstoßen.

Das 31 Jahre alte Opfer war nach der Attacke im Mai noch blutüberströmt ins Treppenhaus geflüchtet und hatte eine Nachbarin alarmiert. Die Einsatzkräfte konnten das Leben des Mannes aber nicht mehr retten. Das Urteil wird am 7. Dezember erwartet.