Potsdam

Polizei bestätigt den Tod von Elias

Weitere Opfer wurden im Kleingarten des Täters nicht entdeckt. Genaue Todesursache noch unbekannt

Potsdam. Zwei Tage nach dem Fund einer Kinderleiche auf einem Gartengrundstück in Luckenwalde (Kreis Teltow-Fläming) hat die Polizei bestätigt, dass der sechs Jahre alte Elias aus Potsdam tot ist. Die gerichtsmedizinischen Untersuchungen des Leichnams in Berlin ergaben, dass es sich um den seit 8. Juli 2015 vermissten Jungen aus Potsdam handelt, sagte am Sonntag der Leiter der brandenburgischen Polizeidirektion West, Peter Meyritz. Dies habe der DNA-Abgleich ergeben.

Das Kind sei gewaltsam ums Leben gekommen, wobei der genaue Tatort bisher nicht bekannt sei, teilte die Staatsanwaltschaft Potsdam mit, ohne nähere Angaben zur Todesursache bekannt zu geben. Da der vollständige Obduktionsbericht noch nicht vorliege, sei auch der genaue Todeszeitpunkt bisher nicht festzulegen. Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass der Junge kurz nach seiner Entführung getötet wurde. Die Ermittlungen führt nun die Brandenburger Mordkommission. Am Freitag war auf der Gartenparzelle des mutmaßlichen Mörders Silvio S., der auch für den Tod des vierjährigen Flüchtlingskindes Mohamed verantwortlich sein soll, bei Grabungen ein Paket gefunden worden, in dem der Leichnam von Elias vermutet worden war.

Bislang gibt es keinen Zusammenhang mit dem Fall der kleinen Inga

Der Brandenburger Wachmann Silvio S. hatte bei seiner Vernehmung zum Fall des Flüchtlingsjungen Mohamed gestanden, auch den Sechsjährigen aus Potsdam auf dem Gewissen zu haben. Die Umstände dieser Tat bleiben aber nach wie vor im Dunkeln. Außer seines knappen Geständnisses machte der mutmaßliche Doppelmörder bislang keine Angaben. Im Fall von Mohamed machte er dagegen ein umfassendes Geständnis. Seit Donnerstag schweigt Silvio S. Es gebe laut Polizei keine Hinweise, dass er auch mit dem Verschwinden der kleinen Inga aus Sachsen-Anhalt zu tun habe.

( pol/dpa )