23. September

Warum der Herbst in diesem Jahr einen Tag später beginnt

Herbstlaub: Am 23. September ist Herbstanfang

Herbstlaub: Am 23. September ist Herbstanfang

Foto: Lukas Schulze / dpa

Mit kühlen Temperaturen startet der Herbst in Deutschland - wegen besonderer Umstände fing er 2015 nicht wie sonst am 22. September an.

Teilweise nur noch einstellige Höchstwerte, im Norden immerhin noch 12 bis 17 Grad: Der kalendarische Herbstanfang am 23. September bringt kühle Temperaturen und ungemütliches Herbstwetter mit sich. Ab Donnerstag soll es aber wieder wärmer werden - dann kommt die Sonne zurück.

In diesem Jahr beginnt der Herbst einen Tag später als sonst: Weil ein astronomisches Jahr 365 Tage, 5 Stunden und 49 Minuten dauert, der Kalender aber nur 365 Tage hat, wird dies im Schaltjahr ausgeglichen, dann ist erst am 23. September Herbstanfang. Der kalendarische oder astronomische Herbstanfang richtet sich nach der Sonne. Meteorologischer Herbst ist jedoch schon seit 1. September und er geht bis zum 30. November: Meteorologen teilen wegen der Vergleichbarkeit von Statistiken die Jahreszeiten in ganze Monate ein.

Im Herbst endet auch die Sommerzeit. Am letzten Oktober-Sonntag stellen viele Länder in Europa die Uhren eine Stunde zurück. In Deutschland ist das genau geregelt im „Gesetz über die Einheiten im Messwesen und die Zeitbestimmung“.

Auch die Winterdepression ist wieder im Anmarsch

Mit dem Herbst beginnen auch wieder gefährliche Monate auf den Straßen: Eine häufige Unfallursache im Herbst ist die gefrierende Nässe auf der Fahrbahn. Es kommen auch die Nebel-Monate. Besonders häufig drückt im Oktober warme Luft über dem von Nachtfrost ausgekühlten Boden das Grau nach unten und schränkt die Sicht ein. Zudem gibt es mehr Wildunfälle. Die aktivste Zeit des Wildes in der Dämmerung fällt im Oktober und November in die Hauptverkehrszeit.

Weniger Licht und trübes Grau im Herbst können aber auch die Laune vermiesen. Bei manchen Menschen steigern sich Antriebs- und Lustlosigkeit bis zur Saisonabhängigen Depression (SAD). Ohne Licht produziert der Körper weniger stimmungsaufhellende Endorphine und schüttet weniger von dem Glückshormon Serotonin aus. Psychologen warnen davor, beim „Herbst-Blues“ gleich chemische Stimmungsaufheller zu nehmen. Oft reichten Spaziergänge bei frischer Luft und hellem Licht.