Berlin

Schüsse in Berlin – Polizist stoppt Angreifer mit Pistole

Mitarbeiter der Polizei untersuchen im Görlitzer Park in Berlin die Stelle, wo beim Schlichten einer Schlägerei ein Angreifer durch einen Schuss aus einer Polizeipistole am Bein getroffen wurde

Mitarbeiter der Polizei untersuchen im Görlitzer Park in Berlin die Stelle, wo beim Schlichten einer Schlägerei ein Angreifer durch einen Schuss aus einer Polizeipistole am Bein getroffen wurde

Foto: Britta Pedersen / dpa

Zwei Menschen sind in Berlin durch Schüsse verletzt worden. Ein Mann wurde von einer Kugel eines Polizisten getroffen.

Berlin. In Berlin sind am Abend zwei Menschen durch Schüsse verletzt worden. Ein Mann war im Görlitz Park im Stadtteil Kreuzberg von einer Kugel eines Polizisten am Bein verletzt worden, in Wilmersdorf ist eine unbeteiligte Frau Opfer einer Schießerei geworden.

In Kreuzberg gab es am Abend ein Streit zwischen zwei Männern. Eine Streife hatte nach Behördenangaben gegen 19.30 Uhr Hilferufe gehört. Die Beamten beobachteten, wie ein Angreifer mit einem Gegenstand auf einen anderen Mann einschlug. Ein Polizist habe dann einen Schuss abgegeben und dabei den Angreifer verletzt, sagte ein Sprecher. Der Angeschossene sowie der Attackierte seien am Mittwochabend ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die Polizei mit.

Nach ersten Ermittlungen habe der Polizist dem Angreifer ins Bein geschossen, um die massive Attacke zu stoppen. Dies sagte ein Polizeisprecher der Berliner Morgenpost.

Wie in solchen Fällen üblich, habe eine Mordkommission die Ermittlungen übernommen. Nähere Einzelheiten waren zunächst nicht bekannt. Der Görlitzer Park galt lange Zeit als ein Brennpunkt der Drogenkriminalität.

Frau in Wilmersdorf durch Schüsse verletzt

Unterdessen ist bei einer Schießerei am Olivaer Platz in Charlottenburg-Wilmersdorf am Mittwoch eine Frau verletzt worden. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, fielen am Abend in der Schlüterstraße Ecke Lietzenburger Straße mehrere Schüsse. Die Frau sei wohl eine Unbeteiligte gewesen.

Sie stand mit ihrem Fahrrad auf dem Bürgersteig, als sie ins Bein getroffen wurde. Wie die Polizei mitteilte, fielen die Schüsse am Abend auf der Kreuzung Schlüterstraße Ecke Lietzenburger Straße. Zwei Tätergruppen hätten sich gegenübergestanden und beschossen. Über Notruf alarmierte Einsatzkräfte hätten später mehrere Patronenhülsen sichergestellt. Die verletzte Frau wurde im Krankenhaus versorgt. Lebensgefahr besteht nach Behördenangaben nicht.

Wie die Berliner Morgenpost schreibt, soll es sich bei der Frau um eine 50 Jahre alte Fahrradfahrerin handeln. Der Hintergrund der Schießerei sei noch völlig unklar, sagte Polizeisprecher Stefan Redlich. „Die Ermittlungen der Kripo stehen am Anfang.“ Nach Redlichs Worten fuhr eine Tätergruppe nach dem Kugelwechsel in einer dunklen Limousine über die Lietzenburger Straße davon, die andere tauchte in anderer Richtung unter. Die Polizei sperrte den Tatort zur Spurensicherung weiträumig ab.