Bootsflüchtlinge

Mehr als 100.000 Menschen übers Mittelmeer geflohen

Die Deutsche Marine  bei der Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer am 6. Juni

Die Deutsche Marine bei der Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer am 6. Juni

Foto: Germany Navy/Handout / dpa

Seit Beginn des Jahres wagten rund 102.000 Menschen die gefährliche Reise. Nochmals starker Anstieg des Flüchtlingsstroms erwartet.

Genf. Rund 102.000 Menschen sind seit Beginn dieses Jahres in Booten über das Mittelmeer nach Europa geflohen. Die Schwelle von 100.000 sei damit etwas früher überschritten worden als im vergangenen Jahr, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Dienstag in Genf mit. Für die nächsten Monate werde ein starker Anstieg der Flüchtlingszahlen erwartet. „Eine ruhigere Wetterlage dürfte Schlepper ermutigen, nicht seetüchtige offene Boote mit noch mehr schutzlosen Menschen zu füllen“, sagte IOM-Sprecher Leonard Doyle.

Fast 55.000 der zumeist aus dem Nahen Osten und Afrika stammenden Menschen seien in Italien an Land gegangen. Eine besonders starke Zunahme im Vergleich zum Vorjahr von 34.000 auf rund 46.000 habe Griechenland verkraften müssen. (dpa)