Duisburg

Auf eigene Mutter geschossen - Polizei sucht Brüderpaar

Ein Polizist der Spurensicherung betritt in Duisburg das Haus, in dem zuvor ein Mann getötet und eine Frau schwer verletzt wurden (Archivbild)

Ein Polizist der Spurensicherung betritt in Duisburg das Haus, in dem zuvor ein Mann getötet und eine Frau schwer verletzt wurden (Archivbild)

Foto: Roland Weihrauch / dpa

Zwei junge Männer sollen in einer Duisburger Wohnung einen 29-Jährigen getötet und ihre eigene Mutter angeschossen haben.

Duisburg.  Die Schüsse von Duisburg mit einem Toten und einer Schwerverletzten waren vermutlich eine Beziehungstat. Die Polizei fahndet nach den beiden 24 und 16 Jahre alten Söhnen des überlebenden Opfers, die Staatsanwaltschaft hat Haftbefehl gegen die flüchtigen Brüder beantragt. Sie sollen einen 29-Jährigen mit Schüssen und Messerstichen getötet und ihre 42 Jahre alte Mutter schwer verletzt haben. Wem genau die Taten zuzuordnen seien, stehe noch nicht fest, sagte Polizeisprecher Ramon van der Maat am Dienstag.

Auch zur Motivlage gebe es noch Unklarheiten. „Dazu müssten wir die beiden Tatverdächtigen befragen können“, sagte der Sprecher. Die 42 Jahre alte Frau hielt sich am Sonntag in der Wohnung des 29-Jährigen auf, als die Bluttat geschah. Ob die beiden in einer Beziehung lebten, sagte der Sprecher nicht. „Sicher hat das Ganze aber mit Familienangelegenheiten zu tun.“ Fest stehe, dass die 42-Jährige nicht schwanger ist.

Großfahndung in Duisburg nach Brüdern

Am Sonntagmittag waren nach einem Notruf im Duisburger Stadtteil Marxloh der 29 Jahre alte Tote und die schwer verletzte Frau gefunden worden. Das Todesopfer wies Stich- und Schusswunden auf. Die Frau hatte eine Schussverletzung erlitten. Ihr Zustand ist nach einer Notoperation stabil.

Die Polizei leitete eine Großfahndung ein, durchsuchte Parks und Wohnungen in der Umgebung und ermittelte weitere Anlaufstellen der tatverdächtigen Brüder. Es sei möglich, dass auch international nach ihnen gefahndet werde, so der Sprecher. Die beiden jungen Männer seien bereits „durchaus polizeilich bekannt“.

(dpa)