„Maskenmann“-Prozess

Grüne würden neue Beweisaufnahme begrüßen

Polizisten besprechen sich in einem Waldstück nahe Storkow (Brandenburg) am 12.10.2012 bei der Suche nach Spuren, die zum Entführer eines Berliner Investment-Managers führen könnten

Polizisten besprechen sich in einem Waldstück nahe Storkow (Brandenburg) am 12.10.2012 bei der Suche nach Spuren, die zum Entführer eines Berliner Investment-Managers führen könnten

Foto: Patrick Pleul / dpa

„Wir würden es begrüßen, wenn die Beweisaufnahme erneut eröffnet wird“, sagte die innenpolitische Sprecherin Ursula Nonnemacher.

Potsdam. Die Grünen im Potsdamer Landtag haben sich für eine erneute Beweisaufnahme im „Maskenmann“-Prozess ausgesprochen. „Wir würden es begrüßen, wenn die Beweisaufnahme erneut eröffnet und dann mit möglichst unbelasteten und frischen Ermittlungskräften dort noch mal bestimmten Hinweisen nachgegangen wird“, sagte die innenpolitische Sprecherin Ursula Nonnemacher am Dienstag. Die Entscheidung darüber müsse aber das Gericht treffen, betonte sie.

Der Präsident des Landgerichts Frankfurt (Oder), Holger Matthiessen, hatte erst am Montag die CDU-Fraktion dafür kritisiert, dass sie sich auf einen Zeitungsbericht hin einschaltete und eine Wiedereröffnung der Beweisaufnahme forderte. Die Christdemokraten hatten auch empfohlen, den Fall einem anderen Staatsanwalt zu übertragen.

In dem Verfahren ist ein 47 Jahre alter früherer Dachdecker angeklagt. Er soll 2011 und 2012 Millionärsfamilien in Ostbrandenburg überfallen und einen Manager entführt haben, um Lösegeld zu erpressen. Der Beschuldigte bestreitet dies.

Weil immer wieder schwere Vorwürfe zu den Ermittlungsarbeiten erhoben werden, behalten sich CDU und Grüne vor, nach Abschluss des Verfahrens gegebenenfalls einen Untersuchungsausschuss zu beantragen. (dpa)