Australien

Mann stirbt bei Hai-Attacke an beliebtem Badestrand

Ein 50-Jähriger schwamm am Byron Bay nur wenige Meter ins Meer und wurde gebissen. Trotz eines Helfers starb der Mann. Zeugen glauben, einen Weißen Hai gesehen zu haben. Der Strand wurde gesperrt.

Melbourne. Im australischen Surfer-Paradies Byron Bay ist ein Mann am Dienstag offenbar von einem Hai angegriffen und tödlich verletzt worden. Ein mutiger Strandbesucher sei am Clarkes Beach 15 bis 20 Meter weit ins Meer geschwommen, um das Opfer an Land zu ziehen, das sich schwere Verletzungen am rechten Bein zugezogen hatte, erklärte die Polizistin Bobbie Cullen. Am Strand sei der verletzte Mann medizinisch behandelt worden, doch habe er nicht überlebt.

Nach Angaben Cullens handelte es sich um einen örtlichen Bewohner in seinen Fünfzigern. Die Beinverletzungen des Opfers wurden untersucht, um mit Sicherheit sagen zu können, dass der Mann einer Haiattacke zum Opfer fiel und um die Größe und Art des Hais zu bestimmen.

Augenzeugen sagten laut dem Sender Sky News, der Hai sei noch in der Gegend gewesen, als das Opfer an Land gezogen worden sei. Cullen sagte, die Besatzung eines Rettungshubschraubers habe nach dem mutmaßlichen Angriff in dem Gebiet offenbar einen Weißen Hai entdeckt, ihn aber aus dem Auge verloren. Aufgrund der potenziellen Gefahr würden alle Strände von Byron Bay für 24 Stunden geschlossen, sagte sie.

Der bei Touristen äußerst beliebte Badeort Byron Bay liegt in der Nähe des Cape Byron, des östlichsten Punktes des australischen Festlandes. Er befindet sich rund 800 Kilometer nördlich von Sydney.

Der Tote ist das vermutlich erste Haiopfer in Australien seit fünf Monaten. Am 3. April war zuletzt eine 63-jährige Frau bei ihrer täglichen Schwimmeinheit im Pazifik von einem Hai angefallen und getötet worden. Das Unglück passierte in dem Dorf Tathra etwa 340 Kilometer südlich von Sydney.

Obwohl Haie an den australischen Küsten allgegenwärtig sind, kommt es pro Jahr zu weniger als zwei tödlichen Attacken. Ende 2013 hatten sie sich aber gehäuft, als im November innerhalb einer Woche zwei Männer an der Ost- und Westküste durch Haibisse ums Leben gekommen waren.