Sumatra

Mindestens 16 Tote bei Vulkanausbruch in Indonesien

Rettungskräfte vermuten unter der Asche noch mehr Opfer. Unter den Toten sind unter anderem auch vier Schüler und ein Student. Der Vulkan war am Sonnabend ausgebrochen.

Mount Sinabung. Nach dem schweren Ausbruch des Vulkans Mount Sinabung im Westen Indonesiens ist die Zahl der Opfer auf 16 gestiegen. Rettungskräfte fanden am Sonntag einen weiteren verkohlten Leichnam etwa drei Kilometer vom Krater entfernt, wie der Einsatzleiter sagte. Zudem sei ein 24 Jahre alter Student in einem Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen. Die Rettungskräfte, die am Sonnabend nach Einbruch der Dunkelheit ihre Arbeit unterbrochen hatten, rechneten nach Angaben eines Sprechers mit weiteren Opfern.

Der Vulkan war am Sonnabend erneut ausgebrochen. Die Behörden hatten erst am Vortag Tausenden von evakuierten Bewohnern die Rückkehr in das Gebiet erlaubt, da die Aktivität des Vulkans abgenommen haben sollte. Insgesamt waren in den vergangenen Monaten rund 30 000 Menschen aus der Umgebung des Mount Sinabung geflohen.

Unter den Toten waren vier Schüler, die sich auf einer Klassenfahrt befanden, und ein Journalist, wie ein Sprecher des Zivilschutzes mitteilte. Nahrungsmittel, Versorgungszelte und Arzneimittel wurden in die Unglücksregion geschickt. Fernsehbilder zeigten mehrere mit Asche bedeckte Dörfer am Fuß des Berges.

Der Mount Sinabung gehört zu den mehr als 120 aktiven Vulkanen in Indonesien. Zuletzt war er 2010 ausgebrochen, davor aber 400 Jahre nicht aktiv gewesen. Der Inselstaat liegt im sogenannten pazifischen Feuerring, einem Vulkangürtel, der den Pazifischen Ozean umschließt.

( (AP) )