Spendenaktion

Spendenrekord bei Fernsehgala „Ein Herz für Kinder“

Prominente sammeln mehr als 16 Millionen Euro für Not leidende Kinder. Stargast Roger Moore fehlt. Oliver Pocher und Sabine Lisicki treten erstmals gemeinsam auf.

Berlin. Die Fernsehgala „Ein Herz für Kinder“ hat Spenden von 16.386.291 Millionen Euro für Not leidende Kinder erbracht – ein Rekord bei der seit 1978 von der „Bild“-Zeitung initiierten Aktion. Die erstmals von Johannes B. Kerner, 48, moderierte Show wurde am Sonnabendabend live vom ZDF aus dem Hangar im ehemaligen Berliner Flughafen Tempelhof übertragen. Während der Gala saßen mehr als 50 Prominente aus Gesellschaft, Politik und Showbusiness drei Stunden lang an Telefonen, um Spendenanrufe von Zuschauern entgegenzunehmen.

Unter ihnen waren Model Nadja Auermann, 42, Schauspielerin Jenny Elvers, 41, Unternehmerin Verona Pooth, 45, Schauspielerin Barbara Wussow, 52, Box-Champion Wladimir Klitschko, 37, Schauspieler Herbert Knaup, 57, Moderatorin Sandra Maischberger, 47, die ehemalige Eiskunstläuferin Katarina Witt, 48, Schauspielerin Uschi Glas, 69, und Produzentin Minu Barati, 38. Journalistin Sabine Christiansen, 56, war begeistert von ihrem Job als Teilzeittelefonistin: „Es ist unglaublich schön, mit den Menschen zu telefonieren.“ Das fand offenbar auch Moderator Kerner und mischte sich gelegentlich plaudernd in die Gespräche. Bewegende Bilder aus den Slums von Nairobi, aus einem Flüchtlingslager in Uganda und von einer Kinderkrebsstation sorgten dafür, dass schon nach einer Stunde fünf Millionen Euro auf dem Spendenkonto eingegangen waren. Das musikalische Rahmenprogramm lieferten Andrea Berg, 47, Udo Jürgens, 79, Michael Bublé, 38, der gleich zweimal auftreten durfte, und Teeniestar Birdy, 17. Die „The Voice Kids“-Gewinnerin Michèle verzauberte die Gäste, als sie mit starker Stimme Whitney Houstons „The Greatest Love Of All“ sang und ihren 13. Geburtstag auf der Bühne feierte. Nach ihrem Auftritt liefen ein paar Tränen der Rührung über ihr Gesicht, und als dann das Publikum „Happy Birthday, Michèle“ anstimmte, musste Kerner mit einem Taschentuch aushelfen.

Doch nicht nur die Zuschauer konnten und sollten spenden – auch die anwesenden Prominenten durften ihre Großzügigkeit öffentlich unter Beweis stellen. Comedian Ralf Schmitz, 39, kasperte durch die Reihen, nahm kurzzeitig auch mal auf dem Schoß von Moderator Marco Schreyl, 39, Platz und animierte Fußballexperte Reiner Calmund, 65, Moderatorin Carmen Nebel, 57, und Ex-Boxer Axel Schulz, 45, zu generösen Spenden.

Moderator Oliver Pocher, 35, – erstmals öffentlich an der Seite von Tennisspielerin Sabine Lisicki, 24, – zahlte 10.000 Euro aus eigener Tasche; Wladimir Klitschko verzehnfachte Ralf Schmitz’ Einsatz von 5000 Euro. Das brachte den Comedian kurzzeitig derart aus dem Konzept, dass er sich verrechnete und aus 50.000 eine halbe Million machte. Es flossen allerdings durchaus auch ganze Millionen – von großen Unternehmen. So spendete Carsten Maschmeyer, 54, der Verlobte von Schauspielerin Veronica Ferres, 48, eine Million Euro.

Schauspielerin und Ärztin Maria Furtwängler, 47, machte sich für die von Taifun „Haiyan“ schwer getroffenen Philippinen stark. Das Thema sei mittlerweile aus den Medien verschwunden – es sei aber wichtig, auch weiterhin gezielt Hilfe zu leisten: „Das eigentliche Elend beginnt erst, wenn keiner mehr hinschaut.“

Zum Abschluss hielt Veronica Ferres – ganz in Gold – die Laudatio auf den Ex-Bond-Darsteller Sir Roger Moore, 86. Der Unicef-Sonderbotschafter bekam das Goldene Herz 2013, weil er „seit über 20 Jahren um die Welt reist und sich für Kinder in Not einsetzt. Mit Mitte 80“, sagte die Schauspielerin. Leider konnte der Brite die Auszeichnung nicht persönlich entgegennehmen, da er wegen Herzproblemen kurzzeitig in Südfrankreich ins Krankenhaus musste. Inzwischen erholt sich der Schauspieler zu Hause, es geht ihm wieder gut. Das zeigte auch die Videobotschaft, in der Roger Moore sich bedankte und scherzte: „Ich denke an euch, wenn ich nachher meine Pillen nehme.“

Die Spenden kommt Not leidenden Kindern in aller Welt, aber auch bedürftigen Kindern in Deutschland zugute.