München und Halle

Zwei Dreijährige sterben nach Stürzen aus dem Fenster

In Halle-Neustadt balancierte ein kleiner Junge im zwölften Stock auf einem Fenstersims, als er abrutschte und 33 Meter in die Tiefe stürzte. In München verunglückte ein Dreijähriger beim Beobachten von Filmaufnahmen.

Halle/München. Bei bundesweit zwei Fensterstürzen innerhalb weniger Tage ist jeweils ein drei Jahre alter Junge ums Leben gekommen. Im sächsischen Halle an der Saale fiel das Opfer aus dem zwölften Stock, in München aus der dritten Etage.

Wie die Polizei im Hallenser Stadtteil Neustadt am Sonntag mitteilte, war ein Junge am Sonnabendabend im zwölften Stockwerk eines sogenannten Punkt-Hochhauses aus dem Fenster geklettert und auf dem 24 Zentimeter breiten Fenstersims herumbalanciert.

Dabei rutschte der Dreijährige ab und stürzte mehr als 33 Meter in die Tiefe. Rettungskräfte konnten ihm nicht mehr helfen. Die Eltern erlitten einen Schock und mussten medizinisch versorgt werden. In zwei Wochen wäre der Junge vier Jahre alt geworden.

Spannendes Filmset wird zum Verhängnis

In München hat derweil einem dreijährigen Jungen von Filmaufnahmen in der Nachbarschaft ausgelöste Neugierde das Leben gekostet. Wie die Polizei mitteilte, beobachtete der Junge am späten Donnerstagabend im Münchner Stadtteil Riem zusammen mit seinen zwei Brüdern aus dem Fenster ihrer Wohnung die Aufnahmen. Der Dreijährige kletterte dann auf die Fensterbank und stürzte drei Stockwerke in die Tiefe.

Dem Polizeibericht zufolge erlitt der Junge bei dem Sturz schwerste Kopfverletzungen. Er konnte zunächst noch reanimiert und mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden.

Dort starb er aber wenige Stunden nach dem Sturz in der Nacht zum Freitag. Die Mutter der Kinder, die mit im Raum gewesen sei, habe den Sturz nicht verhindern können. Für welchen Film die Aufnahmen stattfanden, konnte eine Polizeisprecherin nicht sagen.

( (HA/dpa/afp) )