Dortmund

Staatsschutz findet Sprengstoff - Waren es Salafisten?

Die Polizei entdeckte den Stoff bei einem zuvor festgenommenen Tatverdächtigen und brachte ihn zur Explosion. Zu den Hintergründen machen Staatsanwaltschaft und Polizei aus Ermittlungsgründen keine Angaben.

Dortmund. Die Dortmunder Polizei hat am Mittwochabend Sprengstoff in einer Wohnung der westfälischen Stadt entdeckt und einen Tatverdächtigen festgenommen. Die Aktion des Staatsschutzes im Stadtteil Lütgendortmund war vorbereitet. Die Sprengstoffmenge sei zwar gering, der Stoff aber gefährlich, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit.

Da der Stoff nicht abtransportiert werden konnten, sprengten ihn Spezialisten des Landeskriminalamtes NRW vor Ort. Den Tatverdächtigen habe die Polizei vor der Durchsuchung festgenommen, hieß es. Weitere Auskünfte zur Gefährlichkeit des Sprengstoffs und zum Tatverdächtigen wollten die Staatsanwaltschaft und Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nicht geben.

Es ist der zweite Sprengstofffund in NRW innerhalb weniger Wochen. Mitte März hatte die Polizei vier Salafisten festgenommen, die offenbar einen Anschlag auf den Vorsitzenden der rechtsextremen Partei Pro NRW in Leverkusen geplant hatten. In einer Wohnung in Bonn hatten Ermittler 600 Gramm der sprengfähigen Substanz Ammoniumnitrat und eine Schusswaffe mit Munition entdeckt.

( (dpa/HA) )