„Großstadtrevier“

Schauspieler Jan Fedder bestätigt: Ja, ich hatte Krebs

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Zum ersten Mal sprach der Hamburger über die Krankheit, die Therapie und wie er den Zigarettenkonsum von 50 auf Null senkte.

Hamburg. Schauspieler Jan Fedder (58) hat erstmals über seine Krebs-Erkrankung gesprochen und den Verdacht auf Gaumenkrebs bestätigt. Gegenüber der „Bild“-Zeitung sagte der Hamburger: „Ja, es gab kleine Ansätze davon.“ Als Vorsichtsmaßnahme habe der Schauspieler in den letzten Monaten „das volle Programm“ einer Strahlentherapie erhalten. Die sei notwendig gewesen, um den Krebs noch im Anfangsstadium stoppen zu können, sagte Fedder.

Im Oktober hatte der Schauspieler eine mehrmonatige Pause von der Schauspielerei bekannt gegeben. Grund dafür war eine Gewebe-Veränderung am Gaumen. Damals hatte Fedder mitgeteilt, der Verdacht auf Krebs hätte sich nicht bestätigt. Vorsichtshalber hätte er jedoch punktuelle Bestrahlungen erhalten. Deshalb war er in einigen Folgen der Hamburger ARD-Serie „Großstadtrevier“ nicht zu sehen.

Fünf Monate hat Fedder pausiert. „Ich habe eine wirklich harte Zeit hinter mir“, wird der Schauspieler zitiert. Wie die „Hamburger Morgenpost“ berichtet, sei er jeden Tag in das Universitätsklinikum Eppendorf zur Bestrahlung gefahren. Acht Kilo habe er in den vergangenen Monaten abgenommen. „Du hast keinen Appetit mehr, weil du nichts mehr schmeckst.“ Zurzeit unterziehe er sich noch einer Lymphdrainage, die Strahlentherapie habe er beendet.

Von Zigaretten lasse er, der vorher 50 Stück am Tag geraucht habe, inzwischen die Finger. „Nicht eine habe ich mehr angerührt. Wenn dir der Arzt sagt: „Herr Fedder, es ist vorbei“, dann ist es auch vorbei“, sagte er.

„Ich lebe jetzt nicht bewusster, das ist Quatsch“, so Fedder. „Aber ich denke jetzt: Sollte es mich mal irgendwann erwischen, dann hoffe ich, dass es schnell geht!“

Doch jetzt gehe es ihm gut: In vier Wochen will der Schauspieler die Dreharbeiten zum „Großstadtrevier“ fortsetzen. „Darauf freue ich mich“, wird Fedder zitiert. „Endlich wieder Schauspielern, endlich wieder Quatsch machen.“

Vorher ist Fedder bereits in dem neuen ARD-Film „Stille“ (Sendetermin 13.2., 20.15 Uhr) zu sehen.