Prinzessin Dianas Kleider kommen unter den Hammer

London. Zwei Monate vor ihrem Tod trennte sich Prinzessin Diana (1961-1997) zugunsten der Krebs- und Aids-Hilfe von 79 Abend- und Ballkleidern. Die Auktion bei Christie's in New York Ende Juni 1997 war ein Society-Ereignis. Diana war stolz auf den Erlös, 3,26 Millionen Dollar, aber noch stolzer auf den Initiator der Wohltätigkeitsversteigerung: "Die Inspiration zu dieser wundervollen Auktion kam von einzig und allein von einer Person - unserem Sohn William", schrieb sie im Katalog.

Knapp 16 Jahre danach bekommt Prinz William, 30, Gelegenheit, das eine oder andere Stück aus Mutters verkaufter Garderobe zu erwerben. Denn Maureen Dunkel, 50, die damals mit 13 Gewändern aus New York ins heimische Florida zurückkehrte, muss die zehn Exemplare, die ihr noch verblieben sind, zwangsverkaufen, weil sie sich auf dem Immobilienmarkt verspekuliert und eine teure Scheidung durchzufechten hat. Die Kleider sind bereits als Luftfracht in England eingetroffen und kommen am 16. März in dem auf antiquarische Mode spezialisierten Versteigerungsunternehmen Kerry Taylor in Süd-London unter den Hammer.

Prunkstück ist die fußlange und schulterfreie Samt-und-Seide-Kreation in Dunkelblau von Victor Edelstein, in der Diana 1985 mit John Travolta über das Parkett des Weißen Hauses schwebte. Allein dafür hatte Dunkel umgerechnet 206.000 Euro berappt. Seit dem Tod der Prinzessin dürfte alles, was einmal in ihrem Kleiderschrank hing, erheblich mehr wert sein.