Brücke ins Irgendwo

Peking. Sie scheint kein Ende zu haben, verliert sich in den Weiten des Horizonts: China hat gestern die längste Meeresbrücke der Welt eröffnet. Sie verbindet die Hafenstadt Qingdao im Osten Chinas mit der Insel Huangdao und ist 42 Kilometer lang. Durch den Bau verkürzt sich die Autofahrt zwischen beiden Orten um 20 Minuten. Wie der staatliche Fernsehsender CCTV mitteilte, wird die Brücke von mehr als 5000 Pfeilern gestützt. Es wurden 450 000 Tonnen Stahl sowie 2,3 Millionen Kubikmeter Beton verbaut. Die Arbeiten dauerten vier Jahre, die Brücke kostete umgerechnet 1,07 Milliarden Euro.

Den Titel "längste Brücke" wird das Bauwerk allerdings spätestens im Jahre 2016 verlieren. Dann soll eine 50 Kilometer lange Seebrücke eröffnet werden, die Hongkong und Macau mit dem chinesischen Festland verbindet. Die längste Brücke über Festland steht in Thailand. Der Bang Na Expressway ist eine 54 Kilometer lange sechsspurige Hochstraße in Bangkok. Das Bauwerk wurde im März 2000 eröffnet.

In Deutschland hält die Wuppertaler Schwebebahn den "Brückenrekord" mit 13,3 Kilometern. Sie wurde am 1. März 1901 eröffnet und ist noch immer in Betrieb. Seit dem 26. Mai 1997 steht sie unter Denkmalschutz.