Lady Gaga kämpft für die Rechte schwuler US-Soldaten

US-Senat soll Änderungen der Vorschriften zustimmen

Portland/Maine. Ungewohnt bieder, aber wild gestikulierend wie eine aufgebrachte Revolutionsführerin, verurteilte Lady Gaga, 24, mit erhobenem Zeigefinger Umgang der US-Armee mit ihren schwulen Soldaten. Die bisherige Praxis, wonach Schwule ihre sexuelle Orientierung in der Armee verschweigen müssen, "verstößt gegen alles, wofür wir als Amerikaner stehen", rief die Sängerin auf einer Kundgebung in Portland im US-Bundesstaat Maine vor rund 5000 Aktivisten. Die Veranstaltung sollte zwei vor der Abstimmung über eine Vorlage zur Änderung der "Don't Ask Don't Tell"-Vorschrift unentschlossene republikanische US-Senatorinnen für die Sache der Schwulen gewinnen. "Das wahre Problem ist der Hass des heterosexuellen Soldaten auf den homosexuellen Soldaten", sagte die bekennend bisexuelle Künstlerin. Seit Inkrafttreten der Regelung 1993 wurden mehr als 13 000 Armeeangehörige entlassen, weil sie sich zu ihrer Homosexualität bekannten.